Carlyle steigert ausschüttungsfähige Erträge dank Exit-Aktivität

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February 9, 2026
09.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Carlyle hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen leicht übertroffen. Erlöse aus Beteiligungsverkäufen sowie solide Beiträge aus Kredit- und Sekundärgeschäft stützten das Ergebnis.

Quartalsergebnis über Erwartung

Die ausschüttungsfähigen Erträge stiegen laut Bericht im Jahresvergleich um 13,7 Prozent auf 436 Millionen US-Dollar beziehungsweise 1,01 US-Dollar je Aktie. Der Marktkonsens lag bei 1,00 US-Dollar je Aktie; im vorbörslichen Handel zeigte die Aktie Kursgewinne. Vorstandschef Harvey Schwartz sprach von einem Rekordjahr 2025 und verwies darauf, dass die internen Ziele übertroffen worden seien. Für Anleger zählt dabei nicht nur die Höhe der Ausschüttungen, sondern auch die Stabilität der Ertragsquellen. Genau hier wird sichtbar, wie stark der Mix aus Gebühreneinnahmen, Performance-Erlösen und Exit-Timing den Kapitalmarkt-Case prägt.

Beteiligungsverkäufe und Leistungsumsätze als Treiber

Der realisierte Leistungsumsatz stieg im Quartal auf 123 Millionen US-Dollar; Carlyle verwies auf Exit-Aktivitäten in einem US-Buyout-Fonds, zwei europäischen Technologiefonds sowie einem opportunistischen Kreditfonds. Im Jahr 2025 wurden unter anderem Beteiligungen am Chip-Start-up Ampere und am britischen Fondsdienstleister Calastone veräußert. Zudem brachte Carlyle den Medizintechnikhersteller Medline an die Börse. Die Zahlen fallen in eine Phase, in der sich das Umfeld für Fusionen und Übernahmen gegen Ende des Jahres wieder verbessert hat. Niedrigere Zinsen und eine bessere Finanzierbarkeit können die Exit-Pipeline zusätzlich unterstützen, solange Bewertungsdisziplin und regulatorische Rahmenbedingungen mitspielen.

Kapitalaufnahme und Plattformbreite stärken das Fundament

Im Gesamtjahr 2025 sammelte Carlyle 53,7 Milliarden US-Dollar an neuem Kapital ein und steigerte das verwaltete Vermögen auf 477 Milliarden US-Dollar, ein Plus von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zuflüsse kamen vor allem in das Sekundärgeschäft Carlyle AlpInvest sowie in Kreditfonds. Diese Mischung ist strategisch relevant, weil wiederkehrende Gebühren stabilisieren können, selbst wenn Performance-Erlöse zyklisch schwanken. Sekundärstrategien profitieren zudem davon, dass viele Investoren Liquidität suchen und Portfolios aktiv steuern. Für Carlyle bedeutet das, dass Wachstum nicht nur über neue Buyout-Fonds kommen muss, sondern über skalierbare Plattformen entlang der gesamten Privatmarkt-Wertschöpfung.