TK Elevator bereitet möglichen Börsengang in Frankfurt vor

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February 9, 2026
09.02.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Eigentümer von TK Elevator lassen einen möglichen Börsengang in Frankfurt strukturieren. Ein Bankenkonsortium übernimmt zentrale Rollen, die Bewertung könnte im Bereich von rund 25 Milliarden Euro liegen.

Bankenkonsortium für den Prozess steht

Nach Angaben aus dem Umfeld wurden Goldman Sachs, Deutsche Bank, Morgan Stanley, Barclays und UBS als globale Koordinatoren für eine mögliche Erstnotiz ausgewählt. Als unabhängige Berater arbeiten Advent und Cinven demnach mit Rothschild & Co. sowie Lilja & Co. zusammen. Die Gespräche gelten als laufend; weitere Institute könnten später in das Konsortium aufgenommen werden. Als mögliches Zeitfenster wird die zweite Jahreshälfte 2026 genannt. Ob und wann es tatsächlich zu einer Notierung kommt, hängt von der endgültigen Entscheidung der Eigentümer und dem Marktfenster ab.

Bewertung, Eigentümerstruktur und Exit-Logik

TK Elevator war 2020 für 17,2 Milliarden Euro von Thyssenkrupp an ein Konsortium um Advent und Cinven verkauft worden, beteiligt sind außerdem die Abu Dhabi Investment Authority und die Essener RAG-Stiftung. Ein Börsengang würde dem Konsortium einen strukturierten Exit-Pfad eröffnen oder Teilverkäufe ermöglichen, ohne zwingend sofort vollständig auszusteigen. Im vergangenen Jahr stieg zudem der saudi-arabische Staatsfonds Public Investment Fund mit 15 Prozent ein. Diese Konstellation erhöht den Druck, mittelfristig einen liquiditätswirksamen Schritt zu definieren, zugleich schafft sie Spielraum, den Anteil je nach Kursentwicklung zu steuern.

Operative Grundlage für die Equity-Story

TK Elevator beschäftigt weltweit mehr als 50.000 Mitarbeitende und nennt für das Geschäftsjahr 2024–2025 einen Umsatz von rund 9,2 Milliarden Euro. Investoren achten in dieser Branche besonders auf den Serviceanteil, weil Wartung und Modernisierung typischerweise planbarere Erlöse liefern als das volatilere Neuanlagengeschäft. Das Unternehmen hat seine Servicepräsenz zuletzt ausgebaut, unter anderem durch den Erwerb des kanadischen Dienstleistungsgeschäfts City Elevator. Zudem gewann TK Elevator einen landesweiten Servicevertrag mit Danske Statsbaner in Dänemark. Solche Bausteine unterstützen eine Equity-Story, die auf wiederkehrende Erlöse, langfristige Vertragsbeziehungen und Wachstum über Akquisitionen setzt.