Blackstone und Airbus verhandeln über die Ankerrolle in einer rund 600-Mio.-Euro-Finanzierungsrunde für das Münchener Drohnenunternehmen Quantum Systems, die das Startup bei einer Bewertung von rund 7 Mrd. Euro mehr als verdoppeln würde.
Blackstone und Airbus sind laut Bloomberg in Gesprächen, eine rund 600-Mio.-Euro-Runde für Quantum Systems zu verankern, was das Unternehmen mit rund 7 Mrd. Euro bewertet. Im November hatte Quantum Systems noch 180 Mio. Euro zu einer Bewertung von 3 Mrd. Euro eingesammelt. Auch Balderton Capital, bereits bestehender Investor, soll sich beteiligen. Die Runde ist primär auf frisches Kapital ausgerichtet, mit einer kleineren Sekundärkomponente für Bestandsinvestoren. Quantum Systems hatte im Dezember einen 210-Mio.-Euro-Auftrag der Bundeswehr für Aufklärungsdrohnen gesichert, was rund drei Viertel des geschätzten Jahresumsatzes entspricht.
Blackstones Engagement folgt auf eine 2-Mrd.-US-Dollar-Runde für den US-Drohnenanbieter Shield AI im März und gibt dem Haus eine Position auf beiden Seiten des Atlantiks in einem der umkämpftesten Investmentthemen im Growth-Equity-Bereich. Airbus' Beteiligung geht über eine rein finanzielle Transaktion hinaus: Eine direkte Beteiligung gibt dem europäischen Luftfahrtkonzern eine strukturelle Beziehung zu einem der am schnellsten wachsenden unbemannten Systemspezialisten Europas. Diese Kombination aus strategischem und finanziellem Kapital ist zunehmend charakteristisch für späte Verteidigungsdeals. Quantum Systems wurde 2015 vom ehemaligen Bundeswehr-Piloten Florian Seibel gegründet und zählt neben Helsing und Stark Defence zu den deutschen Verteidigungstechnologie-Startups, die den Großteil des europäischen Venture- und Growth-Kapitals in diesem Segment angezogen haben.




