PwC setzt auf Anthropic und will Zehntausende Berater auf Claude trimmen

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May 18, 2026
18.05.2026
3 Minuten Lesezeit

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft baut ihre Allianz mit dem ChatGPT-Konkurrenten kräftig aus. Der Schachzug ist Teil eines Wettlaufs um die Vorherrschaft im Firmenkundengeschäft.

Schulungsoffensive in Amerika

PwC rüstet auf. Zehntausende Beschäftigte in den USA sollen lernen, mit Claude Code umzugehen. Nach der Pilotphase will die Beratungsgesellschaft das Programm auf sämtliche 364.000 Mitarbeiter rund um den Globus ausdehnen. Parallel entsteht ein gemeinsames Kompetenzzentrum, in dem beide Partner Wissen bündeln wollen.

Algorithmen für Deals und Betriebsumbau

Die vertiefte Kooperation erstreckt sich auf mehrere Felder. Technikerteams sollen maßgeschneiderte KI-Werkzeuge für Mandanten zimmern. Bei Firmentransaktionen kommt Claude künftig verstärkt zum Einsatz. Und ganze Geschäftsmodelle sollen mithilfe der Technologie neu gedacht werden. Paul Griggs, der PwC in Amerika führt, verspricht, dass Kunden dadurch leichter vom Ausprobieren zur breiten Anwendung übergehen könnten.

Zeitersparnis als Verkaufsargument

Claude werkelt bei PwC schon länger im Verborgenen. Der Assistent steckt im hauseigenen Chatprogramm und hilft bei Projekten zu Finanzen, Lieferketten und Übernahmen. Dario Amodei, Mitgründer und Chef von Anthropic, wirbt mit drastischen Effizienzsprüngen. Risikoanalysen, die früher zehn Wochen beanspruchten, seien jetzt in zehn Tagen erledigt. Sicherheitsprüfungen, für die Stunden draufgingen, dauerten nur noch Minuten.

Milliardenvehikel als Türöffner

Der PwC-Deal fügt sich in eine größere Strategie. Anfang Mai hatte Anthropic zusammen mit Blackstone, Hellman & Friedman und Goldman Sachs ein Gemeinschaftsunternehmen mit 1,5 Milliarden Dollar Kapital aus der Taufe gehoben. Das Vehikel soll Konzernen helfen, Claude in ihre Abläufe einzubauen. Durch solche Partnerschaften gewinnt Anthropic Zugang zu Großunternehmen und deren weitverzweigten Kundennetzen.

Rangeln mit OpenAI und Google

Der Wettbewerb schläft nicht. OpenAI pflegt Allianzen mit BCG, Accenture, Capgemini und ebenfalls PwC. Google hat kürzlich 750 Millionen Dollar locker gemacht, um McKinsey, Accenture und Deloitte beim Ausrollen eigener Lösungen zu unterstützen. Im Kampf um Firmenkunden hat sich das Kräfteverhältnis zuletzt verschoben. Laut dem KI-Index des Zahlungsdienstleisters Ramp erreichte Anthropic im April eine Verbreitungsquote von gut 34 Prozent und schob sich damit vor OpenAI mit rund 32 Prozent. Als Wachstumstreiber gilt vor allem Claude Code.

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