EQT und PAI veräußern nach einem längeren als geplanten Haltezeitraum den globalen Luftfrachtdienstleister World Freight Company an Brookfield Asset Management und erzielen dabei einen deutlichen Aufschlag gegenüber dem ursprünglichen Einstiegspreis.
Brookfield Asset Management übernimmt World Freight Company zu einem Unternehmenswert von rund 1,2 Mrd. US-Dollar. EQT und PAI Partners hatten das in Paris ansässige Unternehmen 2018 für über 600 Mio. Euro erworben, wobei PAI und Baring Private Equity Asia jeweils 50 Prozent übernahmen. Baring verschmolz 2022 mit EQT. Ein erster Verkaufsversuch 2021 mit einem Zielpreis von mehr als 1,5 Mrd. Euro blieb ohne Ergebnis. World Freight Company ist als General Sales and Service Agent für Fluggesellschaften tätig, hält exklusive Verkaufsrechte für Frachtkapazitäten auf regionaler Basis und betreibt mehr als 300 Gesellschaften in 80 Ländern mit einem jährlichen Frachtvolumen von über drei Millionen Tonnen.
Der Irankonflikt hat Treibstoffpreise und Luftfrachtpreise erhöht und für erhebliche Verwerfungen im globalen Luftverkehr gesorgt. Für ein Unternehmen, dessen Umsätze an Volumen und Wert der Fracht seiner Partnerfluggesellschaften gebunden sind, ist dieses Umfeld zweischneidig: Kurzfristige Volumenschwankungen werden teilweise durch höhere Frachtraten ausgeglichen, während die langfristige Strategie auf einer strukturellen Erholung der globalen Luftfrachtströme basiert. Brookfields Bereitschaft, zu 1,2 Mrd. US-Dollar in diesem Umfeld zu kaufen, signalisiert Vertrauen in die vertragsbasierte Natur der Erlösbasis. Die Transaktion ist einer der sichtbarsten Exits über die kombinierte EQT-Baring-Plattform, die Altpositionen gezielt monetarisiert.




