William Conway Jr., Co-Gründer von Carlyle, und Rechenzentrumsspezialist Byrne Murphy kehren mit Kitebrook Infra nach Norwegen zurück und wollen dort ein 500-MW-Portfolio aufbauen, das Fjorde und Wasserkraftinfrastruktur direkt in die Rechenzentrumsarchitektur integriert.
William Conway Jr. und Byrne Murphy hatten bereits mit DigiPlex ein Netzwerk aus acht nordischen Rechenzentren aufgebaut und 2021 an IPI Partners verkauft. Mit Kitebrook Infra betreten sie denselben Markt erneut. Das Unternehmen hat bereits drei Standorte in Norwegen erworben, zwei davon mit unterzeichneten Stromversorgungsverträgen: Ein Standort in Matre in Masfjorden verfügt über einen 30-MW-Vertrag, mit weiteren 70 MW innerhalb eines Jahres erwartet. Ein zweiter Standort in Leirdøla in Vestland hat einen 100-MW-Vertrag in Bearbeitung. Gemeinsam mit weiteren Entwicklungsstandorten zielt das Portfolio auf mehr als 500 MW Gesamtkapazität.
Kern von Kitebrooks Ansatz ist eine Designinnovation, die auf Backup-Generatoren und Kühlanlagen verzichtet, indem Norwegens tiefe Fjorde und Wasserkraftinfrastruktur direkt in die Gebäudearchitektur integriert werden. Das Unternehmen beziffert die Einsparung bei den Investitionskosten auf rund 175 Mio. Euro je 100 MW, ein erheblicher Kostenvorteil für Hyperscaler und andere Großabnehmer. Conway beschreibt die globale Nachfrage nach KI-fähigen Standorten mit nachhaltiger Stromversorgung als beispiellos hoch. Kitebrook arbeitet eng mit den Gemeinden Masfjorden, Samnanger und Luster in der Grafschaft Vestland zusammen und plant die Absicherung von Genehmigungen sowie den Aufbau mehrerer sauberer Stromquellen an jedem Standort.




