Nach einer Warnung zu Produktionskapazitäten und einem kräftigen Kursrückgang setzt Intel auf eine kurzfristige Lieferpriorisierung für Rechenzentren, während CFO David Zinsner mit einem Insiderkauf Vertrauen signalisiert.
Mit den Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 machte Intel deutlich, dass der Sanierungskurs durch Lieferengpässe gebremst wird. CFO David Zinsner sagte in einer Telefonkonferenz, der Hochlauf der Produktionskapazitäten für die neue Chipgeneration brauche Zeit. In den kommenden Monaten will Intel daher bevorzugt die starke Nachfrage nach Technik für Rechenzentren bedienen. Der Konzern räumte ein, dass der Bedarf in diesem Segment in der Planung unterschätzt wurde.
Die Hinweise zu Kapazitäten belasteten eine zuvor stark gelaufene Aktie: Zwischen der Bilanzvorlage am Donnerstag und Zinsners Kauf am Montag war der Kurs um fast 22 Prozent gefallen. Zinsner investierte daraufhin 250.000 US-Dollar eigenes Geld und erwarb laut MarketWatch unter Berufung auf Daten der Securities and Exchange Commission 5.882 Intel-Aktien zu einem Durchschnittspreis von 42,50 US-Dollar. Der Zukauf ist im Verhältnis zu seinem Bestand klein, denn insgesamt besitzt der Manager mehr als 247.000 Anteilscheine direkt. Ein Intel-Sprecher wertete den Schritt gegenüber MarketWatch als Ausdruck des Commitments zur Schaffung von Shareholder Value.
Kurzfristig wirkte der Insiderkauf stabilisierend auf die Marktstimmung. Die an der NASDAQ gelistete Intel-Aktie schloss am Dienstag 3,39 Prozent höher bei 43,93 US-Dollar und legte im Mittwochshandel weitere 11,04 Prozent auf 48,78 US-Dollar zu. Für Investoren bleibt entscheidend, wie schnell Intel den Kapazitätsausbau in den Griff bekommt und ob die Priorisierung des Rechenzentrumssegments die Ergebnisdynamik in den kommenden Quartalen absichert.




