Bosch: Milliardenlast aus Stellenabbau

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January 30, 2026
30.01.2026
2 Minuten Lesezeit

Bosch legt vorläufige Zahlen für 2025 vor und verzeichnet einen deutlichen Rückgang beim operativen Ergebnis, während Rückstellungen für den Job-Abbau und Gegenwind im Mobility-Geschäft das Bild prägen.

Operativer Gewinn fast halbiert

Nach vorläufigen Berechnungen erzielt Bosch 2025 einen operativen Gewinn von 1,7 Milliarden Euro nach 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2024. CEO Stefan Hartung sprach von einem „schwierigen“ und „teils schmerzhaften“ Geschäftsjahr. Belastet habe Bosch neben fehlenden Umsätzen auch ungünstige Währungseinflüsse sowie der laufende Personalabbau beim größten Automobilzulieferer der Welt.

Stellenabbau kostet Bosch Milliarden

Hartung verweist auf Rückstellungen von 2,7 Milliarden Euro, die Bosch für den laufenden Stellenabbau einplanen musste, um „sozialverträglich vorgehen“ zu können und auf betriebsbedingte Kündigungen zu verzichten. Ohne diesen Posten wäre der operative Gewinn laut Unternehmensführung um mehr als eine Milliarde Euro höher ausgefallen. So sank die Rendite bei einem leicht erhöhten Umsatz von 91 Milliarden Euro um gut anderthalb Prozentpunkte auf 1,9 Prozent, während die Kernsparte Mobility einen Umsatz von 56 Milliarden Euro erzielte.

Deutlicher Stellenabbau auch in Bayern

Bosch hatte bereits im September 2025 drastische Einsparungen und den Abbau von rund 13.000 Arbeitsplätzen angekündigt, vor allem in der Zuliefersparte Mobility an deutschen Standorten. In Bayern sind unter anderem die Werke in Immenstadt im Allgäu und in Holzkirchen bei München betroffen; in Immenstadt sollten 650 von 4.200 Arbeitsplätzen wegfallen. Die Maßnahmen sollen die Rendite stabilisieren, während Mobility laut Hartung zugleich unter Konkurrenzdruck und fehlender Nachfrage steht.

Keine Garantie gegen weiteren Arbeitsplatzabbau

Weitere Stellenstreichungen in dieser Größenordnung seien hoffentlich nicht notwendig, doch garantieren könne er das nicht, sagte Hartung: „Ich kann Ihnen keine langfristige Zukunftsprognose geben zu den notwendigen Kapazitätsanpassungen der Industrie.“ Zudem rechnet Bosch in wichtigen Märkten wie den USA und China mit einer Abschwächung und sieht deutliche Verbesserungen erst ab 2027, dann allerdings nur in bestimmten Bereichen. Hartung betonte außerdem, dass auch jenseits der Autozulieferung ein hartes Marktumfeld herrsche und im Konsumentengeschäft der Wettbewerb zunehme.