Zum Geschäftsjahresauftakt steigen weltweit 28 Juristen in die Eigentümerebene auf. Drei davon arbeiten an deutschen Standorten und haben sich in Finanzierung und Wettbewerbsrecht profiliert.
Wenn bei Clifford Chance das Geschäftsjahr wechselt, knallen traditionell die Korken. Die Großkanzlei hat verkündet, wen sie ab dem ersten Mai in den exklusiven Zirkel der Teilhaber aufnimmt. Global sind es 28 Köpfe, davon stammen drei aus den deutschen Büros: Georg Lübbehüsen, Bahar Rahimyar und Caroline Scholke. Nebenbei rücken zehn weitere Anwälte aus Deutschland auf die Counsel-Stufe vor.
Lübbehüsen hat sich in Frankfurt einen Namen gemacht, wenn es um die Finanzierung von Gebäuden, Brücken oder ganzen Unternehmen geht. Er berät beide Seiten des Tisches, Geldgeber wie Geldnehmer, und springt ein, wenn Kreditstrukturen ins Wanken geraten. Bevor er Anfang 2022 bei Clifford Chance andockte, sammelte er bei einer anderen Großkanzlei Erfahrung. Der Aufstieg zum Counsel folgte bereits nach gut einem Jahr.
Rahimyar wiederum tummelt sich in der Welt der Großprojekte. Von Düsseldorf aus begleitet sie Kraftwerke, Pipelines und Verkehrsinfrastruktur von der ersten Finanzierungsidee bis zum letzten Vertragskomma. Ihre Gesprächspartner sitzen bei Banken, Versicherern, Pensionsfonds und Projektentwicklern, oft verstreut über mehrere Länder. Seit 2013 gehört sie zum Haus.
Scholke spielt auf einem anderen Feld. Die Düsseldorferin ist zur Stelle, wenn Übernahmen kartellrechtlich abgesichert werden müssen. Private-Equity-Häuser und multinationale Konzerne klopfen bei ihr an, wenn Behörden Fusionen prüfen, ausländische Investitionen durchleuchten oder die neuen Brüsseler Regeln zu Drittstaatensubventionen greifen. Seit 2015 trägt sie das Clifford-Chance-Logo auf der Visitenkarte, seit 2022 den Counsel-Titel.




