Die Marktkapitalisierung der globalen Schwergewichte klettert auf einen historischen Höchststand, angetrieben von Tech-Giganten und amerikanischer Börsendominanz.
Die wertvollsten Unternehmen der Welt sind so viel wert wie nie zuvor. Laut der jüngsten PwC-Analyse summiert sich die Marktkapitalisierung der hundert größten börsennotierten Konzerne auf 51,8 Billionen US-Dollar. Binnen zwölf Monaten legten sie um 9,2 Billionen oder 22 Prozent zu. Das Tempo hat sich damit gegenüber dem Vorjahr verdreifacht, als der Zuwachs lediglich sieben Prozent betrug. Über die vergangenen fünf Jahre wuchsen die Spitzenreiter im Schnitt um rund zehn Prozent jährlich. Ein Ende der Rallye ist nicht in Sicht.
Die Vereinigten Staaten bauen ihre Vormachtstellung weiter aus. Drei Viertel der gesamten Marktkapitalisierung entfallen inzwischen auf dort gelistete Konzerne, zwei Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Breite Kursgewinne und anhaltender Appetit der Anleger trieben die Bewertungen nach oben. China behauptet zwar den zweiten Platz vor Saudi-Arabien, wächst aber deutlich langsamer als der amerikanische Rivale. Großbritannien rutschte im Länderranking auf Position fünf ab, obwohl die kumulierte Marktkapitalisierung der vier britischen Vertreter um 24 Prozent zulegte. HSBC verteuerte sich um 39 Prozent, AstraZeneca um 33, Shell um 31 und Linde um vier Prozent.
Was befeuert die Hausse? Vor allem der Technologiesektor hat nach einer Verschnaufpause wieder Fahrt aufgenommen. Daneben trugen Industrie- und Rohstoffwerte überdurchschnittlich zum Anstieg bei. Die Mischung aus KI-Fantasie, robusten Unternehmensgewinnen und niedrigeren Zinsen lockte frisches Kapital an die Märkte.




