Der US-Finanzierer wechselt nach fast zwei Jahrzehnten die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Streit gab es offenbar keinen, die Trennung verläuft einvernehmlich.
Horizon Technology Finance stellt die Weichen neu. Das Kontrollgremium hat Grant Thornton mit der Prüfung des Jahresabschlusses 2026 beauftragt. RSM US, seit 2008 im Amt, räumt den Platz. Einen Streit gab es nicht. Die letzten Testate fielen sauber aus, ohne Vorbehalte oder Einschränkungen. Auch Vorfälle, die der Börsenaufsicht hätten gemeldet werden müssen, blieben aus.
Horizon hat den scheidenden Prüfer vorab informiert und um eine Stellungnahme gebeten. RSM bestätigte schriftlich, dass die Darstellung des Wechsels den Tatsachen entspricht. Das Schreiben liegt den Unterlagen für die SEC bei. Mit Grant Thornton hatte vor der Bestellung niemand bei Horizon über Bilanzthemen oder mögliche Prüfungsergebnisse gesprochen. Der Auftrag kam ohne Vorgespräche zustande.
Das Papier wird an der Nasdaq unter dem Kürzel HRZN gehandelt und legte zuletzt knapp drei Prozent zu. Die Dividendenrendite liegt bei über 17 Prozent. Seit siebzehn Jahren fließt ununterbrochen Geld an die Anteilseigner. Daneben gibt es Schuldverschreibungen mit einem Kupon von 6,25 Prozent, fällig 2027, die an der New Yorker Börse unter dem Kürzel HTFC laufen.
Horizon hat kürzlich Monroe Capital geschluckt und ging als führende Gesellschaft aus der Transaktion hervor. Das vereinte Unternehmen bringt nun rund 472 Millionen Dollar Nettovermögen auf die Waage, davon gut 141 Millionen in liquiden Mitteln. Das Geld soll Verbindlichkeiten abbauen und frische Investments ermöglichen. Parallel stellte Horizon dem Medizintechnikunternehmen Hyperfine eine Kreditlinie über 40 Millionen Dollar bereit. Eine erste Auszahlung von 15 Millionen ist bereits erfolgt. Außerdem gründete Horizon mit CR Financial Holdings ein Gemeinschaftsunternehmen. Der Fonds umfasst 100 Millionen Dollar und soll kleinere amerikanische Firmen finanzieren.




