Mit Thomas Gaber gewinnt Deloitte Österreich einen Spezialisten für AI-Governance und Finanzmarktaufsicht auf Partnerebene.
Die regulatorische Agenda für Banken, Versicherungen und große Corporates hat in den vergangenen Monaten deutlich an Dichte gewonnen. Wer heute Governance-Strukturen aufsetzt, muss europäische Aufsichtsvorgaben, Resilienzanforderungen und die Regulierung von KI-Anwendungen zugleich mitdenken. Genau in dieses Spannungsfeld holt Deloitte Österreich seit August mit Thomas Gaber einen neuen Partner in die Sparte Strategy, Risk & Transactions, wo er den Bereich Risk, Regulatory & Resilience führt.
Gabers Mandat lässt sich in drei Feldern verorten. Erstens die aufsichtsrechtliche Prozessberatung, in der Effizienzgewinne bei der Umsetzung regulatorischer Anforderungen im Vordergrund stehen. Zweitens die Governance rund um den unternehmensweiten Einsatz künstlicher Intelligenz, ein Feld, das mit dem AI Act für regulierte Institute zunehmend justiziabel wird. Drittens der Umbau von Governance-Architekturen mit Blick auf die nächste Regulierungswelle. Adressiert werden vor allem Kreditinstitute, Versicherer und große Industrieunternehmen.
Der 44-Jährige bringt eine Kombination aus akademischem Fundament und Beratungspraxis mit. Nach dem BWL-Studium an der Universität Graz war Gaber dort als Universitätsassistent und Doktorand tätig, bevor er seine Beratungslaufbahn aufnahm. Stationen in Führungspositionen an den Schnittstellen von Finance, Risk und Compliance folgten, zuletzt bei KPMG, wo er sich als regulatorischer Berater für Finanzdienstleister und Industrieunternehmen einen Namen machte. Für Deloitte ist die Personalie ein sichtbares Signal, im Wettbewerb um regulatorische Mandate weiter Boden gutmachen zu wollen.




