Die Wiener Kanzlei hat die Anteilseigner der techbold technology group beim kompletten Verkauf an den IT-Sicherheitsanbieter accompio beraten: eine Transaktion, deren Komplexität vor allem auf der Verkäuferseite lag.
Was dieses Mandat von klassischen M&A-Deals unterscheidet, ist die Fragmentierung der Eigentümerstruktur: techbold-Gründer Damian Izdebski hatte das Unternehmen 2015 bewusst als Aktiengesellschaft aufgesetzt und Kapital unter anderem per Crowdinvesting eingeworben. Das Ergebnis: ein Aktionärskreis aus über 250 Personen, von frühen Kleinanlegern über Beschäftigte bis hin zu Geschäftspartnern. Sämtliche Anteile gehen nun an accompio, einen im DACH-Raum tätigen Managed-Security-Dienstleister mit rund 900 Mitarbeitenden. Die Verträge tragen das Datum 30. Juli, der Vollzug hängt noch von der österreichischen Fusionskontrollfreigabe ab.
Schönherr mobilisierte für das Mandat ein Team aus acht Anwälten unter Führung von Partner Markus Piuk und Rechtsanwältin Jonna Eberl, ergänzt durch Partner Marco Thorbauer und Counsel Tobias Hayden. Die Teamgröße spiegelt die Vielschichtigkeit wider, die ein Verkaufsprozess mit derart zersplittertem Gesellschafterkreis mit sich bringt. Auf Erwerberseite begleitete Christof Strasser von L42 Law die Transaktion.
Inhaltlich passt der Zusammenschluss: techbold betreibt von Wien, Oberösterreich und dem Burgenland aus ein eigenes Security Operations Center und betreut rund 1.400 Kunden quer durch 60 Branchen, accompio ergänzt dieses Profil mit Schwerpunkten in Cloud-Infrastruktur, digitaler Transformation und KI-Anwendungen.




