Die 15. Private-Equity-Studie von Rödl & Partner zeigt einen deutschen Mittelstandsmarkt mit vorsichtigem Optimismus. Investoren setzen zunehmend auf flexible Beteiligungsmodelle statt klassischer Mehrheitsübernahmen.
Die 15. Private-Equity-Studie von Rödl & Partner, basierend auf einer Analyse der Investmentkriterien von mehr als 450 in Deutschland aktiven Private-Equity-Gesellschaften sowie einer Marktumfrage, zeigt einen Markt mit vorsichtigem Optimismus für 2026. Die Investitionsbereitschaft bleibt trotz anspruchsvollem wirtschaftlichem und geopolitischem Umfeld hoch, im Fokus stehen weiterhin der deutsche Mittelstand sowie Small- und Mid-Cap-Transaktionen. Zugleich agieren Investoren selektiver: 62 Prozent der Befragten planen für 2026 lediglich ein bis zwei neue Beteiligungen, als größte Herausforderungen nennen 70 Prozent die Preisvorstellungen der Verkäufer und 46 Prozent die Anzahl verfügbarer Zielunternehmen. Im Mittelpunkt der Investitionsaktivitäten stehen weiterhin Unternehmen aus Services, Industrials, Healthcare sowie IT und Software.
Beteiligungsgesellschaften stellen sich zunehmend flexibel bei Beteiligungsmodellen auf: Während im Vorjahr noch 77 Prozent der Investoren ausschließlich auf Mehrheitsbeteiligungen setzten, sind es 2026 nur noch 54 Prozent. Flexible Kaufpreismechanismen wie Earn-out-Modelle, die 43 Prozent der Befragten bei mehr als der Hälfte ihrer Transaktionen einsetzen, sowie eine hohe Bewertungsdisziplin prägen das aktuelle Marktumfeld. Die Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet für 2026 mit einer stabilen Entwicklung. Private Equity entwickle sich dabei zunehmend vom reinen Kapitalgeber zum strategischen Partner für Wachstum, Transformation und nachhaltige Wertschöpfung.




