Eine neue Plattform des Beratungshauses setzt auf Anthropics Claude-Modelle, um Schwachstellen in Unternehmenssoftware automatisiert zu beheben, mit Schwerpunkt auf Open-Source-Komponenten.
Die Fähigkeit, Schwachstellen aufzuspüren, beherrschen heutige Werkzeuge zuverlässig. Das eigentliche Problem beginnt danach: Der Weg vom Befund zum eingespielten Patch bleibt nach Darstellung von Deloitte zersplittert, von Hand getrieben und teuer. Genau hier setzt die neue Plattform an. Sie deckt eigenentwickelte Anwendungen, zugekaufte Software und Open-Source-Bausteine gleichermaßen ab und arbeitet dabei einen strukturierten Ablauf ab: den passenden Fix suchen oder selbst erzeugen, testen, validieren, zertifizieren, ausrollen. Existiert für eine Lücke noch gar keine Lösung, erstellt die KI den Patch selbst.
Technisch verbindet das Angebot mehrere Elemente: eine hauseigene Behebungsumgebung, die Entwicklungskapazität des Beratungshauses, betreute Dienstleistungen und die Sprachmodelle von Anthropic. Angebunden wird die Plattform an die vorhandenen Sicherheitswerkzeuge des Kunden, um dauerhaft zu scannen, Risiken nach Dringlichkeit zu ordnen und die einzelnen Schritte der Behebung zu koordinieren. Der versprochene Gewinn liegt im Tempo, ohne dass Betriebsstabilität oder die Arbeitsfähigkeit der Entwickler leiden.
Deloitte betont, dass sich die Absicherung moderner Software-Lieferketten nicht über einen Kamm scheren lasse, weil jede Risikoebene ihren eigenen Zugang verlange. Ziel sei es, die kritische Distanz zwischen Entdeckung und schneller, sicherer Behebung zu überbrücken, quer durch eigene, kommerzielle und offene Codebestände. Mandanten sollen so eine Vertrauensbasis für ihre Software schaffen, auf der sich das gesamte digitale Umfeld schützen lässt.




