Mit Hayley McKelvey besetzt die Beratungsgesellschaft erstmals einen eigenen Vorstandsposten für künstliche Intelligenz. Sie soll die Technologie tiefer in alle Geschäftsbereiche tragen und gleichzeitig Mandanten begleiten.
Hayley McKelvey hat zum Monatswechsel eine Aufgabe übernommen, die es bei Deloitte in Großbritannien bislang nicht gab. Als Chief AI Officer kümmert sie sich nun darum, wie künstliche Intelligenz im Unternehmen genutzt wird, sei es bei der Arbeit mit Mandanten oder in den eigenen Abläufen. Bisher hatte sie ähnliche Verantwortung getragen, allerdings beschränkt auf die Sparten Steuern und Recht. Nun erstreckt sich ihr Aufgabengebiet auf das gesamte britische Geschäft.
Was McKelvey für die Rolle prädestiniert, ist ein beruflicher Werdegang, der über zwanzig Jahre Technologieprojekte umfasst. Sie hat sowohl interne Veränderungsprozesse als auch große Digitalisierungsvorhaben für Kunden begleitet. In einer Stellungnahme verwies sie auf die Tragweite des Wandels, vor dem die Branche stehe. Die Frage sei nicht mehr, ob KI das Geschäft verändere, sondern wie verantwortungsvoll dieser Umbau geschehe.
McKelvey ist nicht die einzige Personalie. Darren Graves, frisch im Amt als Großbritannien-Chef, hat sich gleich vier neue Gesichter für sein Führungsteam geholt. Neben McKelvey rücken Hammad Rafique als Verantwortlicher für Technologie und Transformation sowie Dave Sharman in der Beratungssparte für Strategie, Risiko und Transaktionen auf. Den Posten des obersten Risikoverantwortlichen übernimmt Alan Chaudhuri. Graves wertet die Schaffung eines eigenen KI-Vorstandsbereichs als Bekenntnis zu einer veränderten Marktrealität. Man wolle sich für die nächste Phase im Geschäft mit professionellen Dienstleistungen aufstellen.




