Das Beratungshaus holt ein Team von Krypto-Spezialisten an Bord. Die bisherigen Produkte des übernommenen Unternehmens werden abgeschaltet, die Köpfe arbeiten künftig an Lösungen für Deloitte-Kunden.
Deloitte baut seine Präsenz im Kryptosektor aus. Mit der Übernahme von Blocknative holt sich die Beratungsgesellschaft ein Team ins Haus, das sich seit 2018 mit der Infrastruktur hinter Blockchain-Netzwerken beschäftigt. Das Unternehmen entwickelte Werkzeuge, die Transaktionen auf der Blockchain beobachten und Nutzern helfen, den richtigen Zeitpunkt und die passenden Gebühren für ihre Überweisungen zu finden. Herzstück war ein Netzwerk, das Gebührendaten in Echtzeit lieferte.
Für die Produkte von Blocknative bedeutet der Verkauf das Ende. Die Website kündigt bereits an, dass der Betrieb schrittweise eingestellt wird. Schnittstellen und Datendienste bleiben nur noch bis Mitte Juni verfügbar. Danach ist Schluss. Die Mitarbeiter wechseln zu Deloitte und sollen dort an Projekten rund um dezentrale Technologien arbeiten. Der Fokus liegt auf Anwendungen für das bestehende Kundenportfolio des Beratungshauses.
Der Zukauf reiht sich in einen breiteren Trend. Etablierte Dienstleister wie Deloitte weiten ihr Engagement im Bereich digitaler Vermögenswerte aus. Das Angebot reicht inzwischen von der Buchhaltung über die Prüfung bis zur strategischen Beratung für Firmen aus dem Kryptosektor. Mit der Akquisition verschafft sich Deloitte technisches Know-how, das am Markt rar ist. Für Blocknative endet die Eigenständigkeit, für die Belegschaft beginnt ein neues Kapitel mit größerer Bühne.




