KGAL setzt für die Debeka Versicherungsgruppe die ersten beiden Bausteine eines neuen Real Asset Portfolios mit Zielvolumen bis zu 400 Millionen Euro um. Der Auftakt kombiniert soziale Infrastruktur in Erfurt mit erneuerbarer Energie in Schleswig Holstein und zielt auf langfristig planbare Cashflows im Evergreen Setup.
Mit dem Ende 2025 aufgelegten Mandat richtet Debeka den Fokus auf Direktinvestitionen in Infrastruktur und soziale Immobilien, die stabile Renditeprofile liefern sollen. KGAL übernimmt als Investmentmanager die Umsetzung und startet mit zwei Transaktionen, die unterschiedliche Cashflow Quellen miteinander verbinden. André Zücker, Co CEO der KGAL, ordnet den Ansatz in den europäischen Investitionsbedarf ein und sagt, der Bedarf an Energiesouveränität und sozialer Infrastruktur sei „enorm“. Weil staatliche Mittel nicht ausreichten, entstünden Opportunitäten für private Investoren.
Ein Kerninvestment ist das Justizzentrum Erfurt im Verwaltungsdistrikt Petersberg. Der Komplex umfasst rund 19.400 Quadratmeter Mietfläche und wird unter anderem vom Amtsgericht sowie dem Landessozialgericht genutzt. Für die Cashflow Logik entscheidend ist der Mietvertrag mit dem Freistaat Thüringen, der noch 16 Jahre läuft. Damit positioniert sich die Immobilie als systemrelevante soziale Infrastruktur mit hoher Planungssicherheit und geringer Reallokationswahrscheinlichkeit.
Ergänzend erwirbt KGAL für Debeka den Windpark Loop nördlich von Hamburg. Die Anlage umfasst fünf Turbinen mit insgesamt 28,5 Megawatt und soll im dritten Quartal 2026 in Betrieb gehen. Das Projekt erhält für 20 Jahre feste Einspeisevergütungen nach dem Erneuerbare Energien Gesetz EEG, was die Erlöse strukturell absichern soll. Erwartet wird eine Jahresproduktion von rund 69.200 MWh, womit das Investment zugleich die ökologischen Zielsetzungen des Portfolios adressiert.
Debeka stellt neben Renditeaspekten explizit ESG Kriterien in den Vordergrund. Finanzvorstand Ralf Degenhart betont die Doppelfunktion der Allokation: „Erneuerbare Energien leisten essenzielle Beiträge zum Klimaschutz und zur Stärkung der Energieunabhängigkeit Europas. Eine intakte soziale Infrastruktur wiederum fördert das Gemeinwohl und die Leistungsfähigkeit unserer Gesellschaft.“ Die Kooperation sieht weitere Akquisitionen vor, um das Volumen der aufgelegten Evergreen Fonds schrittweise auszuschöpfen.




