Die Gründerfamilie hinter H&M hat ihren Anteil am schwedischen Modekonzern erneut aufgestockt.
Die Beteiligungsgesellschaft Ramsbury Invest der Familie Persson hat laut Pflichtmitteilungen allein in diesem Jahr 36,8 Millionen H&M-Aktien gekauft und hält mit nahestehenden Gesellschaften inzwischen mehr als 68 Prozent der Anteile – Anfang 2021 waren es erst 49,5 Prozent. Kritiker wie Sverre Linton vom schwedischen Aktionärsverband sehen darin eine schrittweise Komplettübernahme: „Man könnte es Schwedens langsamsten Börsenrückzug nennen." Nach schwedischem Recht könnte die Familie ab einer Beteiligung von 90 Prozent die übrigen Aktionäre sogar zum Verkauf zwingen.
Auch Analysten der Deutschen Bank und des Stockholmer Fondsanbieters Cicero Fonder erwarten ein Delisting bis 2030. Hintergrund ist die Schwäche des Konzerns: Vorstandschef Daniel Erver konnte seit seinem Amtsantritt 2024 weder das Wachstum ankurbeln noch den Aktienkurs steigern, der über 50 Prozent unter seinem Rekordhoch von 2015 liegt. Verschärft wird die Lage durch wachsenden Konkurrenzdruck von Onlineanbietern wie Shein und dem Zara-Mutterkonzern Inditex.




