Harvard beauftragt EY-Parthenon mit Marktanalyse für Tech-Studiengang

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September 24, 2026
25.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Harvard Kennedy School in USA ließ von der Beratungssparte EY-Parthenon prüfen, ob sich ein neuer Abschluss in Technologie und Public Policy lohnt, und macht Technologie zum Kern ihrer Zehnjahresstrategie.

Eine Beratung mit strategischem Auftrag

Um den Bedarf für einen möglichen neuen Studiengang in Technologie und öffentlicher Politik auszuloten, hat die Harvard Kennedy School (HKS) die Beratungsgesellschaft EY-Parthenon engagiert, wie ein Sprecher bestätigte. Die Analyse untersuchte Angebot und Nachfrage im Feld der Technologiepolitik und stützte sich auf Gespräche mit Lehrenden, Studierenden und externen Arbeitgebern. Eingebettet ist das Projekt in die Strategie HKS 2036, die Dekan Jeremy M. Weinstein Anfang des Jahres vorlegte und die das Nutzbarmachen von Technologie für das Gemeinwohl zu einem von vier Leitzielen erklärt. Wie viel die Schule für das Mandat zahlte, ließ sie offen; EY äußerte sich nicht.

Ehrgeizige Ziele für ein Jahrzehnt

Der Plan ist ambitioniert: Über zehn Jahre will die HKS 600 Technologen für den öffentlichen Sektor und 6.000 technologisch versierte Führungskräfte ausbilden. Vorgesehen sind ein eigener Technologie-Schwerpunkt sowie die Prüfung eines spezialisierten Abschlusses in Technologie und Politik. Einen ersten Schritt hat die Schule bereits vollzogen und ihrem Master in Public Policy eine entsprechende Vertiefung hinzugefügt. Die Analyse von EY-Parthenon prägte dabei die Reihenfolge des Aufbaus: Sie half zu bestimmen, welche Curriculumsbausteine zuerst entstehen und was sich für einen Pilotbetrieb eignet.

Evidenz statt Bauchgefühl

Bemerkenswert ist der methodische Zugang, den Beteiligte hervorheben. Statt von eigenen Annahmen auszugehen, habe Weinstein gezielt überprüfen lassen, welcher Bedarf tatsächlich besteht und woran Interessierte lernen wollen. Die künftige Vertiefung soll Studierenden genug technisches Verständnis vermitteln, um mit Technologen auf Augenhöhe zu sprechen und KI-Governance nicht allein durch klassische Politikraster zu betrachten. Nicht alle Lehrenden erhielten Einblick in die Ergebnisse, doch mehrere werten den datengestützten Ansatz als Signal, dass die Schule schneller auf ein sich rasch wandelndes Feld reagieren will. Ob aus dem Schwerpunkt ein vollwertiger Studiengang wird, dürfte sich nach dem ersten Pilotjahr entscheiden.

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