Die Europäische Kommission hat den Erwerb durch Partners Group und Eurazeo beim französischen Naturkosmetikproduzenten Aroma-Zone ohne Auflagen genehmigt. Damit ist die kartellrechtliche Hürde für den Vollzug der Transaktion beseitigt.
Bereits Anfang August hatten die Beteiligten exklusive Gespräche bestätigt, nun folgt der nächste Schritt: Brüssel erteilte die Freigabe vorbehaltlos. Der Kaufpreis für das französische Unternehmen wird auf rund zwei Milliarden Euro beziffert. Für den Schweizer Vermögensverwalter bedeutet die Entscheidung Planungssicherheit, denn Auflagen hätten Zeitplan und Struktur der Transaktion verändern können. Der Zukauf fällt in eine Phase, in der Partners Group trotz volatiler Ertragsbausteine selektiv größere Portfolioentscheidungen trifft.
Im ersten Halbjahr 2026 gingen die Erträge um sieben Prozent auf 1,12 Milliarden Schweizer Franken zurück, der Konzerngewinn sank um 13 Prozent auf 502 Millionen Schweizer Franken. Das EBITDA fiel um neun Prozent auf 706 Millionen Schweizer Franken. Besonders stark belastete das Performance-Einkommen mit einem Einbruch von 39 Prozent. Die Prognose für den Anteil der Performance-Gebühren am Gesamtertrag 2026 wurde auf 20 bis 25 Prozent gesenkt, zuvor lag die Erwartung bei 25 bis 40 Prozent. Gegenläufig entwickelte sich das Neugeschäft: Das Fundraising erreichte mit 16 Milliarden US-Dollar einen Höchstwert, ein Plus von 31 Prozent gegenüber dem Vorjahr. An der Börse notierte die Aktie zuletzt bei 639,20 Euro, seit Jahresbeginn ein Minus von 40 Prozent. Zum Jahresende 2026 tritt CEO David Layton nach acht Jahren ab und wechselt auf die Position des Chief Investment Officer; Roberto Cagnati und Juri Jenkner übernehmen als Co-CEOs.




