Die EU-Kommission hat den 7,7-Milliarden-Euro-Deal zwischen BASF und Carlyle genehmigt. Als Bedingung muss Carlyle das Polysulfid-Geschäft seiner Portfoliogesellschaft Nouryon veräußern.
Die EU-Kommission hat den Verkauf der Lacksparte BASF Coatings an den US-Finanzinvestor Carlyle unter Auflagen genehmigt. Carlyle muss das weltweite Polysulfid-Geschäft seiner Portfoliogesellschaft Nouryon veräußern. Der Grund: Nouryon ist einer von nur zwei globalen Anbietern von Polysulfiden, die für die Herstellung von Dichtstoffen in der Luft- und Raumfahrt unerlässlich sind. Da BASF Coatings in demselben Segment tätig ist, hätte das fusionierte Unternehmen laut Brüssel Möglichkeit und Anreiz, Wettbewerbern den Zugang zu diesem Schlüsselrohstoff zu beschränken.
Die Transaktion war im Oktober 2025 angekündigt worden. BASF Coatings umfasst Fahrzeugserienlacke, Autoreparaturlacke und Oberflächentechnik. Der angesetzte Unternehmenswert beläuft sich auf 7,7 Milliarden Euro. BASF behält einen Anteil von 40 Prozent und erhält 5,8 Milliarden Euro vor Steuern in bar. Der Ludwigshafener Chemiekonzern treibt damit seinen strategischen Rückzug aus nicht zum Kerngeschäft zählenden Bereichen voran.




