EY: Immobilienerholung frühestens 2029

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July 30, 2026
31.07.2026
2 Minuten Lesezeit

Eine aktuelle Bankenbefragung von EY-Parthenon zeichnet ein nüchternes Bild des deutschen Immobilienmarkts. Für 58 Kreditinstitute und 26 Restrukturierungskanzleien bleibt die Bodenbildung bis 2027 realistisch, eine echte Trendwende erwarten die Institute erst ab 2029.

Refinanzierungsdruck durch Nahostkonflikt

Der Ausbruch der militärischen Auseinandersetzungen am 28. Februar 2026 und die Blockade der Straße von Hormus fielen in den Erhebungszeitraum. Der Anteil der Institute, die steigende Finanzierungskosten als Hauptrisiko sehen, sprang unmittelbar danach von rund 40 auf über 90 Prozent. Zugleich läuft der Markt in eine Fälligkeitswelle: Bei etwa der Hälfte der befragten Häuser übersteigt der Anteil refinanzierungsbedürftiger Bestände 40 Prozent, die NPL-Quote hat sich seit 2022 von 1,5 auf knapp 5 Prozent mehr als verdreifacht.

Restrukturierung im Umbruch

Trotz 80 Prozent Amend-and-Extend-Praxis gewinnen aktivere Ansätze an Boden. Rettungserwerbe und Plattformlösungen verdoppelten sich von 10 auf 20 Prozent, NPL-Transaktionen legten von 32 auf 36 Prozent zu. EY-Partner Jean-Pierre Rudel sieht einen strategischen Wendepunkt zwischen reaktiver Verwaltung und proaktiver Bilanzsteuerung. Korbinian Gennies von EY-Parthenon betont die Unverzichtbarkeit aktiver Restrukturierung.

Nutzungsarten driften auseinander

Wohnen bleibt vergleichsweise stabil, Büro und Einzelhandel bleiben unter Druck. Institutionelle Investoren nennen hohe Baukosten (70 Prozent) und regulatorische Anforderungen (63 Prozent) als zentrale Hemmnisse und fokussieren stärker auf Bestände statt Neubau.

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