Der Prüfungsausschuss des US-Infrastrukturunternehmens hat einen neuen Wirtschaftsprüfer bestellt. Die Zusammenarbeit mit Ernst & Young endet nach fünf Jahren.
FTAI Infrastructure hat die Weichen neu gestellt. Das an der Nasdaq notierte Unternehmen trennt sich von seinem bisherigen Wirtschaftsprüfer Ernst & Young und holt KPMG an Bord. Der Prüfungsausschuss fällte die Entscheidung Mitte April, der Verwaltungsrat segnete sie ab. KPMG übernimmt das Mandat für das laufende Geschäftsjahr, das im Dezember 2026 endet. EY hatte die Bücher seit 2021 geprüft.
Der Wechsel verläuft offenbar ohne Verwerfungen. Die Prüfungsberichte der vergangenen beiden Jahre enthielten laut Unternehmensangaben weder Einschränkungen noch Warnhinweise. Auch Streit über Bilanzierungsfragen oder Prüfungsmethoden habe es nicht gegeben. Meldepflichtige Vorfälle im Sinne der Börsenaufsicht SEC seien ebenfalls nicht aufgetreten. EY bestätigte diese Darstellung in einem Schreiben an die Behörde. Mit KPMG habe es vor der Bestellung keine Vorgespräche über heikle Themen gegeben.
Das Unternehmen, das in Infrastrukturprojekte investiert, hat zuletzt durchwachsene Zahlen vorgelegt. Im vierten Quartal 2025 lag der Verlust pro Aktie bei 1,08 Dollar und damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Auch der Umsatz blieb mit rund 144 Millionen Dollar unter den Prognosen. Anleger dürften die kommenden Quartale genau beobachten.




