Führungswechsel bei EY Deutschland: Brorhilker übernimmt zum Jahreswechsel

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September 21, 2026
21.09.2026
2 Minuten Lesezeit

Der bisherige Assurance-Chef Jan Brorhilker rückt zum 1. Januar 2027 an die Spitze der EY Deutschland GmbH WPG StBG und löst Henrik Ahlers ab, der die Partnerschaft Ende des Geschäftsjahres verlässt.

Ein Mann aus dem Maschinenraum der Prüfung

Dass die Wahl auf Jan Brorhilker fällt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer strategisch heiklen Aufräumarbeit. Der 45-jährige Wirtschaftsprüfer und Steuerberater, seit 2020 in der Geschäftsführung, hat in den zurückliegenden vier Jahren die Assurance-Sparte verantwortet, und zwar in einer Zeit, in der diese unter erheblichem Druck stand. Sein Kernprojekt war das Qualitätsmanagement der Prüfung, das er Seite an Seite mit seinem Vorgänger neu justierte. Der Lohn dieser Mühe zeigt sich gerade jetzt: EY sieht seine Prüfungssparte wieder in aussichtsreicher Ausgangslage für das Ringen um große DAX-Mandate, und davon dürften in den nächsten Jahren einige zur Neuvergabe anstehen. Bevor Brorhilker die Assurance übernahm, steuerte er als Chief Operating Officer die internen Umbauprozesse des deutschen Geschäfts und machte sich einen Namen an den Schnittstellen von digitaler Transformation, Private Equity sowie Börsengängen und Transaktionen. Zwei Jahrzehnte Konzernzugehörigkeit stehen damit hinter der Personalie.

Der Auftrag heißt Wachstum

Anders als sein bisheriger Zuschnitt allein auf die Prüfung nahelegt, definiert Brorhilker seine künftige Aufgabe bewusst breiter: Im Zentrum stehe die Weiterentwicklung sämtlicher Geschäftsbereiche der EY-Gruppe. Die Grundlagen dafür sieht er gelegt. Sein Vorgänger habe ein belastbares Fundament errichtet und die entscheidenden Weichen gestellt, auf denen sich nun wieder kräftigeres Wachstum aufbauen lasse, das gemeinsam mit Partnerschaft und Team vorangetrieben werden solle. Von Ahlers' Seite kam entsprechend Rückendeckung: Nach einem gründlichen Auswahl- und Sounding-Verfahren habe man in Brorhilker einen scharfsinnigen Strategen und routinierten Manager für die anspruchsvolle Rolle gefunden.

Bilanz eines Übergangs

Für Henrik Ahlers endet mit dem Jahreswechsel eine fast sechsjährige Amtszeit, die im April 2021 begann. In diese Zeit fielen tiefgreifende Umbrüche und alles andere als einfache Rahmenbedingungen, durch die der 59-Jährige das Haus steuerte. Er ordnete die Strukturen neu und schärfte die Qualitätskultur der Prüfung, jenes Feld also, das sein Nachfolger operativ verantwortete. Zum Ende des Geschäftsjahres 2026/2027 zieht sich Ahlers ganz aus der Partnerschaft zurück. 

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