Gibson Dunn und Freshfields begleiten Telegraph-Übernahme

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March 15, 2026
16.03.2026
3 Minuten Lesezeit

Axel Springer sichert sich die britische Traditionszeitung für umgerechnet 665 Millionen Euro. Internationale Großkanzleien beraten beide Seiten.

Zweiter Anlauf glückt

Was 2004 scheiterte, klappt jetzt. Axel Springer übernimmt die Telegraph Media Group und legt dafür 575 Millionen Pfund auf den Tisch. Der Finanzinvestor RedBird IMI gibt das Blatt ab, das zu den ältesten Zeitungen Großbritanniens zählt. Mathias Döpfner spricht von einem Traum, der wahr werde.

Kanzleien auf beiden Seiten

Freshfields begleitet den Käufer aus Berlin. Oliver Lazenby und Alastair Mordaunt leiten das Londoner Team. Auf Verkäuferseite hat RedBird IMI die Kollegen von Gibson Dunn & Crutcher mandatiert. Robert Dixon führt dort die Beratung. Die Investmentbank Liontree unterstützt Springer bei den Finanzierungsfragen.

Behörden müssen noch zustimmen

Die Transaktion ist noch nicht in trockenen Tüchern. Britische Aufsichtsbehörden prüfen den Eigentümerwechsel. Ein Konkurrenzangebot der Daily Mail-Mutter war zuvor an kartellrechtlichen Einwänden und einem niedrigeren Gebot gescheitert.

Kehrtwende bei Printstrategie

Döpfner hatte eigentlich verkündet, nicht mehr in gedruckte Medien investieren zu wollen. Für den Telegraph macht er eine Ausnahme. Der Konzern will das Blatt zum führenden konservativen Medium der englischsprachigen Welt ausbauen und die Expansion in den USA vorantreiben.