Der Sportwagenbauer verdiente 2025 nur noch ein Zehntel des Vorjahres. China-Schwäche und US-Zölle belasten. CEO Leiters kündigt radikale Neuaufstellung an.
Porsche verdiente im vergangenen Jahr unter dem Strich nur noch 310 Millionen Euro nach knapp 3,3 Milliarden im Vorjahr. Gründe: Absatzeinbruch in China, hohe US-Importzölle und Milliardenkosten für die Restrukturierung. Die Dividende soll deshalb massiv sinken. Je Vorzugsaktie sind 1,01 Euro geplant nach 2,31 Euro. Stammaktionäre, darunter die Holding Porsche SE der Familien Porsche und Piech, sollen 1,00 Euro bekommen. Vorbörslich verlor die Aktie 2,1 Prozent.
Der neue Porsche-Chef Michael Leiters kündigt eine umfassende Neuausrichtung an. Das Unternehmen solle schlanker, schneller werden, die Produkte begehrlicher. Geplant sind: straffere Führungsstrukturen, Kostensenkungen in allen Bereichen, stärkerer Fokus aufs Kerngeschäft. Das Produktportfolio will Porsche in margenstarken Segmenten erweitern. Auch neue Verbrennermodelle rücken in den Blick, nachdem die ehrgeizigen Elektropläne von Leiters Vorgänger Oliver Blume nicht aufgingen.
Beim Umsatz erwartet Leiters keine Besserung, wohl aber beim Gewinn. Angepeilt werden Erlöse zwischen 35 und 36 Milliarden Euro nach 36,3 Milliarden im Vorjahr. In China bleibe das Luxussegment unter Druck, geopolitische Risiken und 15-Prozent-US-Zölle bestünden fort. Die operative Umsatzrendite soll dennoch auf 5,5 bis 7,5 Prozent klettern nach 1,1 Prozent im Vorjahr. Allerdings belasten Neuausrichtungskosten erneut: Porsche rechnet mit Einmaleffekten in hoher dreistelliger Millionenhoöhe. 2025 kostete die Reskalierung 2,4 Milliarden, die US-Zölle 700 Millionen.




