Gleiss-Lutz-Anwältin wechselt zu Bildungskonzern

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March 3, 2026
03.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Daniela Mayr übernimmt die Rechtsabteilung der Carl Remigius Fresenius Education Group. Die Juristin verantwortet künftig Arbeitsrecht und Mitbestimmung für den privaten Hochschulträger.

Neue Aufgabe nach Auszeit

Der Weg führte von der Großkanzlei in die Wirtschaft. Daniela Mayr hat im Februar die Position als General Counsel bei einem der größten privaten Bildungsanbieter im deutschsprachigen Raum angetreten. Die 36-Jährige war zuvor mehrere Jahre im Hamburger Büro von Gleiss Lutz tätig und stieg dort 2023 zur Assoziierten Partnerin auf. Im vergangenen Sommer pausierte sie aus familiären Gründen, bevor sie nun die neue Herausforderung annahm. In ihrer neuen Rolle kümmert sich Mayr um sämtliche arbeitsrechtlichen Fragen des Konzerns. Dazu gehören Vertragsgestaltung, Mitbestimmungsfragen und die Zusammenarbeit mit Betriebsräten. Ein kleines Juristenteam unterstützt sie dabei, hinzu kommen rund 30 Kolleginnen und Kollegen aus dem Personalwesen. Ihr direkter Vorgesetzter ist Finanzchef Stefan Endriß.

Wer steckt hinter dem Unternehmen?

Die Carl Remigius Fresenius Education Group betreibt Fachschulen, Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen an mehr als 60 Standorten. Das Portfolio reicht von Gesundheitsberufen über Wirtschaft bis zu Medien und Design. Eigentümer sind die Unternehmerfamilien Fresenius und Oetker. Bis vor wenigen Jahren firmierte der Konzern noch als Cognos Bildungsgruppe, bevor er seinen heutigen Namen erhielt. Private Bildungsträger beschäftigen ein buntes Spektrum an Mitarbeitern. Professoren, Dozenten, Verwaltungskräfte und wissenschaftliche Mitarbeiter arbeiten unter unterschiedlichen Vertragsbedingungen. Tarifbindung, befristete Beschäftigungsverhältnisse und akademische Selbstverwaltung erzeugen ein komplexes Geflecht rechtlicher Fragen. Wer hier die Rechtsabteilung führt, braucht Erfahrung im Umgang mit vielschichtigen Strukturen.

Karriereschritt in die Industrie

Der Wechsel von einer renommierten Kanzlei in eine Inhouse-Funktion folgt einem verbreiteten Muster. Viele Anwältinnen und Anwälte schätzen die Möglichkeit, ein Unternehmen über Jahre zu begleiten statt wechselnde Mandate zu betreuen. Für Mayr bietet die neue Position Gestaltungsspielraum in einem wachsenden Sektor, der sich zunehmend professionalisiert.

Foto: Carl Remigius Fresenius Education AG