Pronova BKK: 48% der Berufseinsteiger fürchten Jobverlust

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March 2, 2026
03.03.2026
2 Minuten Lesezeit

Studie zeigt alarmierenden Trend: Junge Beschäftigte blicken pessimistischer in die Zukunft als ältere Kollegen. Wirtschaftskrise und Gesundheitssorgen belasten die unter 30-Jährigen massiv.

Zukunftsangst nimmt mit Alter ab

48 Prozent der unter 30-jährigen Berufstätigen spüren Angst um ihren Arbeitsplatz, während der Anteil bei Beschäftigten ab 40 Jahren auf 38 Prozent und in den 50ern auf 34 Prozent sinkt. Die Pronova BKK-Studie "Arbeiten 2025" mit 1.230 Befragten zeigt damit ein überraschendes Bild: Die als anpassungsfähig und flexibel geltende jüngere Generation macht sich mehr Sorgen als deutlich ältere Kollegen. Patrizia Thamm, Wirtschaftspsychologin bei der Pronova BKK, führt dies auf wirtschaftliche Instabilität, Klimawandel und globale Konflikte zurück. Das Gefühl von Ohnmacht und Unbeständigkeit mache es Jüngeren schwer, optimistisch nach vorne zu schauen und langfristige Perspektiven zu entwickeln.

Konjunktur belastet stärker als KI

40 Prozent der Befragten nennen Wirtschaftskrisen, Auftragsrückgänge und Firmenschließungen als Hauptauslöser für Zukunftsangst. 37 Prozent sorgen sich zudem, länger durch arbeitsbedingte Erkrankungen oder Stress auszufallen. Knapp jeder dritte Arbeitnehmer fürchtet den Jobverlust durch Künstliche Intelligenz oder Automatisierung. Besonders betroffen sind Beschäftigte im Handel sowie in der Telekommunikations- und IT-Branche, während sich im öffentlichen Dienst nur jeder Fünfte um seinen Job sorgt. Thamm empfiehlt Arbeitgebern, regelmäßig über die Lage, geplante Veränderungen und Zukunftsaussichten zu informieren sowie in Weiterentwicklung und Umschulung zu investieren.

Wechselwunsch ohne konkrete Planung

Mehr als die Hälfte der Beschäftigten würde gerne den Job wechseln, doch nur 14 Prozent planen konkrete Schritte. Unter jungen Erwachsenen liegt der Wunsch nach Veränderung bei 67 Prozent, aber nur 19 Prozent schmieden aktiv Pläne. Thamm erklärt das Paradox: Viele Menschen wünschen sich Veränderung, fürchten aber die Risiken eines Jobwechsels. Gerade in unsicheren Zeiten erscheine das Risiko zu groß, Vertrautes aufzugeben. Manche empfinden ihr aktuelles Arbeitsumfeld trotz Unzufriedenheit als stabilisierend und behalten lieber Kontrolle über eine belastende Situation, als eine ungewisse einzugehen.