Liontrust will Schweizer Markt mit aktivem Ansatz überzeugen

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February 25, 2026
02.03.2026
3 Minuten Lesezeit

Der britische Asset Manager eröffnet in Zürich und setzt auf überzeugungsbasiertes, benchmark-agnostisches Investmentmanagement.

Positionierung als reiner aktiver Vermögensverwalter

Liontrust ist seit Spätherbst 2025 in Zürich vertreten und positioniert sich als reiner aktiver Vermögensverwalter im drittgrößten europäischen Vermögensstandort (Marktanteil 11,2 Prozent). Das Geschäftsmodell ist klar fokussiert: Liontrust setzt auf überzeugungsbasiertes, benchmark-agnostisches Investmentmanagement mit langfristigem Anlagehorizont. Damit grenzt sich das Unternehmen klar von globalen Universal-Managern mit starkem Passiv- oder ETF-Anteil ab. Oscar Andreu, Head of Distribution Switzerland: „In einem Umfeld, das von hoher Marktkonzentration, geopolitischer Unsicherheit und strukturellen Umbrüchen geprägt ist, sind wir überzeugt, dass wir für professionelle Schweizer Investoren, die nach robusten, wiederholbaren Renditequellen suchen, ein Thema sind.“

Acht autonome Investmentteams ohne House View

Kern des Modells sind acht autonome Investmentteams, die jeweils einen klar definierten, wiederholbaren Investmentprozess verfolgen. Liontrust organisiert sich damit team- statt produktzentriert. Es gibt keine einheitliche „House View“, sondern bewusst unterschiedliche, voneinander abgegrenzte Philosophien in Aktien-, Fixed-Income- und Multi-Asset-Strategien. Diese Struktur soll Alpha-Generierung ermöglichen und Abhängigkeiten von zentralisierten Investmententscheiden reduzieren. Portfolios werden ohne primäre Rücksicht auf Indexgewichtungen aufgebaut. Ziel ist es, über Marktzyklen hinweg Mehrwert zu schaffen und nicht kurzfristig Tracking Error zu optimieren.

Hochzinsanleihen als langfristige Renditequelle

Donald Phillips, Leiter Credit im Multi-Asset-Team, erwartet, dass die Credit Spreads eng bleiben werden. „Dies bedeutet, dass eher die Erträge als eine Verengung der Spreads der dominierende Renditetreiber sein dürften“, sagt er. In diesem Umfeld bleibe ein aktives Management entscheidend, um die zunehmende Streuung zu bewältigen. „Längerfristig, beispielsweise über einen Zeithorizont von fünf Jahren, sind wir der Ansicht, dass Hochzinsanleihen langfristige, aktienähnliche Renditen erzielen können, wobei das Drawdown-Risiko nur einen Bruchteil beträgt.“