Henkel kauft Stahl für 2,1 Mrd. und setzt Private-Equity-Exit um

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February 11, 2026
11.02.2026
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Henkel hat eine Übereinkunft erzielt, die niederländische Stahl-Gruppe für 2,1 Milliarden Euro zu erwerben. Stahl gehört mehrheitlich zur französischen Private-Equity-Gesellschaft Wendel. Für Henkel ist der Deal ein Ausbau von Adhesive Technologies in Richtung Spezialbeschichtungen und ein weiterer Schritt innerhalb der M&A-Agenda des Konzerns.

Ausbau in angrenzende Kategorie Spezialbeschichtungen

Stahl ist ein globaler Anbieter von Hochleistungs-Spezialbeschichtungen für flexible Materialien. Das Unternehmen beliefert Kunden in den Bereichen Automobil, Mode und Lifestyle sowie Verpackungen. Mit rund 1.700 Mitarbeitende erzielte der Anbieter 2025 einen bereinigten Umsatz von rund 725 Mio. Euro mit ausgewogener regionaler Verteilung. Henkel positioniert den Zukauf als strategische Ergänzung, um neben bestehenden Kernmärkten zusätzliche Endmärkte abzudecken und das Angebot im Bereich Coatings zu verbreitern. Darüber hinaus soll der Deal zusammen mit weiteren M&A-Vorhaben einen deutlichen zusätzlichen Umsatzbeitrag liefern und das Wachstumspotenzial des Geschäftsbereichs stärken.

Komplementäres Portfolio und Technologiebezug

Zum Portfolio zählen Lederfinish-Beschichtungen, Performance-Beschichtungen sowie Hochleistungsbeschichtungen für Papierverpackungen und grafische Anwendungen. Henkel betont die hohe Übereinstimmung mit der eigenen Ausrichtung, insbesondere durch ausgeprägte F&E-Kompetenzen und ein wissensbasiertes Geschäftsmodell mit hoher Individualisierung. Der Fit wird auch über Kundensegmente begründet, da Stahl unterschiedliche Zielgruppen bedient, von denen viele bereits im bestehenden Adhesive-Technologies-Geschäft adressiert werden.

Nachhaltigkeitsaspekt und Closing-Bedingungen

Ein großer Teil der Umsätze entsteht laut Henkel durch umweltgerechte, wasserbasierte Lösungen. Das soll die eigenen Nachhaltigkeitsambitionen unterstützen und die Innovationsbasis erweitern. Die Transaktion steht noch unter üblichen Bedingungen, darunter Konsultationsprozesse, behördliche Genehmigungen und weitere Abschlussvoraussetzungen.

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