Der Windenergieprojektierer JUWI streicht 280 Stellen in Deutschland und schrumpft seine Geschäftsführung auf zwei Köpfe. Als neuer CFO kommt Thomas Hüsgen von Zelestra Deutschland, der langjährige CEO und CFO verlassen das Unternehmen.
JUWI, Projektierer für erneuerbare Energien und Tochter der MVV Energie AG, stellt sich neu auf. Verschärfter Wettbewerb, sinkende Zuschlagssätze in Auktionen, steigende Kosten und begrenzte Netzanschlüsse haben in der gesamten deutschen Erneuerbaren-Branche erheblichen wirtschaftlichen Druck erzeugt. JUWI reagiert mit einer Restrukturierung, die standortübergreifend 280 Stellen in Deutschland umfasst. Der Personalabbau soll vorrangig über freiwillige Maßnahmen erfolgen; betriebsbedingte Kündigungen werden nur dort ausgesprochen, wo sie unvermeidbar sind. Die neue Struktur tritt im Oktober 2026 in Kraft.
Ab Oktober 2026 besteht die Geschäftsführung nur noch aus CEO Jost Backhaus und dem neuen CFO Thomas Hüsgen. Backhaus verantwortet künftig neben der Gesamtleitung auch das operative Geschäft in Deutschland, Griechenland, Italien sowie Einkauf und Strategy & Development. Hüsgen übernimmt die Gesamtverantwortung für alle kaufmännischen Themen sowie Recht und Compliance. Er ist derzeit Finanzvorstand bei Zelestra Deutschland und bringt 20 Jahre Erfahrung aus Führungspositionen bei RWE, Innogy und E.on mit. Die bisherigen Geschäftsführer Christian Arnold und Stephan Hansen scheiden zum 30. September 2026 aus ihren Ämtern aus. Trotz des Einschnitts blickt JUWI auf eine gefüllte Projektpipeline: Zuletzt sicherte sich das Unternehmen in zwei Ausschreibungsrunden der Bundesnetzagentur Zuschläge für 64 Windenergieanlagen mit 390 Megawatt Gesamtleistung.




