Der deutsch-französische Rüstungskonzern KNDS meldet starkes Umsatz- und Auftragswachstum für 2025 und konkretisiert seine Pläne für ein duales Börsendebüt in Frankfurt und Paris noch in diesem Jahr.
KNDS, Hersteller des Leopard-2-Panzers und der Caesar-Haubitze, steigerte seinen Umsatz 2025 auf 4,4 Milliarden Euro. Noch deutlicher fiel das Wachstum beim Auftragsbestand aus: Er kletterte von 23,5 Milliarden Euro Ende 2024 auf 33,1 Milliarden Euro. CEO Jean-Paul Alary bezeichnete KNDS als Architekten integrierter Landverteidigungslösungen mit zentraler Rolle bei der Entwicklung vernetzter Systemfähigkeiten. Der geplante Börsengang dürfte eine der meistbeachteten Rüstungsemissionen in Europa seit Jahren werden.
Die Eigentümerfrage bleibt entscheidend für den Notierungsplan. Berlin strebt laut einem Regierungsvertreter einen Anteil von 40 Prozent an, gleichauf mit der geplanten französischen Beteiligung. Auf Basis einer Bewertung von 15 bis 20 Milliarden Euro rechnen Finanzkreise mit einem deutschen Investitionsvolumen von sechs bis acht Milliarden Euro. KNDS-Verwaltungsratschef Thomas Enders plädierte dafür, dass beide Regierungen ihre Anteile nach dem Börsengang schrittweise auf jeweils rund 30 Prozent reduzieren, um das Unternehmen für Investoren attraktiver zu machen. Der IPO-Markt für Rüstungsunternehmen ist derzeit jedoch anspruchsvoller: Die Aktien des tschechischen Munitionsherstellers CSG sind seit ihrem Debüt im Januar um mehr als 50 Prozent gefallen.




