Der aktuelle KPMG-Report belegt, dass Private Equity in Deutschland im internationalen Vergleich deutlich unterrepräsentiert ist, obwohl Familienunternehmen mit PE-Beteiligung beim Umsatz und EBITDA signifikant stärker wachsen als der Durchschnitt.
Deutschlands Private-Equity-Investitionsquote gemessen am BIP liegt bei nur 0,27 Prozent, gegenüber 0,60 Prozent im europäischen Durchschnitt und 1,88 Prozent in den USA. Eine Anhebung auf den europäischen Durchschnitt würde laut KPMG jährlich rund 15 Milliarden Euro zusätzliches PE-Kapital freisetzen, bei Angleichung an die US-Quote sogar bis zu 72 Milliarden Euro. Dabei zeigt die Studie, dass Familienunternehmen mit PE-Beteiligung im Zeitraum 2019 bis 2024 ein Umsatzwachstum von 12,2 Prozent CAGR erzielten gegenüber 6,0 Prozent ohne PE-Investor, beim EBITDA sogar 16,2 Prozent gegenüber 7,8 Prozent.
Der Anteil von Familien- und Gründerverkaufen an PE am gesamten DACH-M&A-Markt stieg von 8 Prozent im Jahr 2018 auf 21 Prozent im Jahr 2024; PE ist damit inzwischen an rund der Hälfte aller Transaktionen im DACH-M&A-Markt beteiligt. KPMG schätzt, dass in den nächsten zehn Jahren etwa 260 bis 295 Familienunternehmen mit einem EBITDA über 10 Millionen Euro in Deutschland vor einer Nachfolgesituation mit externer Beteiligung stehen, also jährlich rund 26 bis 30 Unternehmen. Zusätzlich entsteht ein zirkulärer Kapitalfluss: Verkaufserlöse aus Family-to-PE-Transaktionen werden über Family Offices in Private-Capital-Fonds reinvestiert und stärken so das gesamte Ökosystem.




