KPMG hat den Elite-Status im Partnernetzwerk von OpenAI erhalten, die oberste von drei Stufen im Ökosystem des KI-Anbieters. Untermauert wird die Auszeichnung dadurch, dass KPMG die zugrundeliegende agentische Workflow-Plattform zunächst bei OpenAI selbst aufgebaut hat, bevor sie an Unternehmenskunden vermarktet wird.
OpenAI hat sein Partnernetzwerk in drei Ränge gegliedert, mit Elite als höchster Stufe. Neben KPMG sind Häuser wie Bain, Accenture, BCG, McKinsey und PwC vertreten. Der Zugang ist bewusst nicht exklusiv angelegt: Laut Colleen Kapase, Vice President für globale Partnerschaften bei OpenAI, erhält KPMG keinen bevorzugten Zugriff auf unveröffentlichte Modelle.
Grundlage ist eine Client-Null-Implementierung: KPMG entwickelt für OpenAI eine agentische Supply-Chain- und Fulfillment-Plattform, die Lieferkette, Auftragsabwicklung und Finanzprozesse in einer Steuerungsebene bündelt. Beschleunigt wird die Umsetzung durch das Modell der Forward Deployed Engineers, bei dem KPMG-Ingenieure direkt in OpenAI-Teams arbeiten und dafür eine Zertifizierung durchlaufen. Chad Seiler, US-Branchenleiter für Technologie, Medien und Telekommunikation bei KPMG, beschreibt den Ansatz als Wechsel von applikationszentrierter Software hin zu einer KI-Schicht, die klassische Systeme im Hintergrund als reine Datenquelle nutzt.
Die Allianz erstreckt sich auf zwei zusätzliche Bereiche. Für US-Bundesstaaten und Kommunen wird KPMGs SaaS-Portfolio KRIS Connected mit OpenAI-Technologie modernisiert. Über das Daybreak Cyber Partner Program fließen OpenAI-Modelle zudem in KPMGs Cybersecurity-Angebote ein, mit Fokus auf automatisierte Bedrohungserkennung.




