Bei KPMG in Großbritannien steht der nächste Personalabbau bevor. Rund zehn Prozent der Belegschaft in den zentralen Unterstützungsfunktionen sollen wegfallen, was etwa 200 Positionen entspricht. Betroffen sind unter anderem die Bereiche Personal, Marketing und Technologie.
Als wesentlicher Anlass für die Maßnahme gilt die Zusammenführung der britischen und der schweizerischen Landesgesellschaft. Die Partner beider Häuser hatten der Fusion im vergangenen Jahr mit deutlicher Mehrheit zugestimmt, formal wurde der Zusammenschluss zum 1. Oktober 2024 wirksam. Ein Sprecher von KPMG UK begründet den nun eingeleiteten Abbau mit dem Ziel, doppelte Strukturen zu vermeiden, bestehende Investitionen in die Technologie besser zu nutzen sowie die Auslagerung bestimmter Aufgaben ins Ausland auszuweiten.
Bereits zuvor hatte KPMG UK Personal reduziert. In der Prüfungssparte fielen mehr als 500 Stellen weg, darunter 440 Positionen auf der Ebene der Assistant Manager sowie 120 Rollen in der Beratung. Insgesamt waren davon etwa sechs Prozent der 7.100 Beschäftigten in der entsprechenden Sparte betroffen. Das Haus begründete diese Kürzungen mit vergleichsweise niedrigen Fluktuationsraten in Teilen der Prüfung sowie mit sich verändernden Marktbedingungen im Beratungsbereich.
KPMG steht mit diesem Vorgehen nicht allein. Auch die Wettbewerber im Kreis der Big Four bereiten Stellenkürzungen vor. PwC plant Berichten zufolge einen Abbau in seiner britischen Prüfungssparte, während Deloitte kürzlich mit einem Kürzungsprogramm im Umfang von knapp 200 Positionen in demselben Bereich für Schlagzeilen sorgte.




