Nach der Untersuchung durch die Kanzlei Allens hat KPMG Australien die frühere COO Eileen Hoggett formal aus der Partnerschaft ausgeschlossen und den Vorfall an vier Aufsichtsbehörden gemeldet. Die neuen Details stammen aus einem Schreiben von CEO John Sams an den parlamentarischen Ausschuss.
Die von KPMG beauftragte Wirtschaftskanzlei Allens hat den Whistleblower-Vorwurf bestätigt, dass Hoggett vertrauliche Unterlagen der Lendlease-Prüfung in ihrem Spind am Sydney-Standort aufbewahrt hatte, ein Vorwurf, den sie zuvor selbst zurückgewiesen hatte. Auf Basis der neuen Beweislage wurde Hoggett aus der Partnerschaft ausgeschlossen, statt wie ursprünglich vorgesehen im Ruhestand aus der Sozietät auszuscheiden. KPMG hat zugesagt, den vollständigen Faktenbericht dem Ausschuss zu übermitteln, sobald die Untersuchung abgeschlossen ist.
Der Fall wurde parallel an vier Institutionen offengelegt: die Wertpapieraufsicht ASIC, Chartered Accountants Australia and New Zealand, das Tax Practitioners Board sowie das Department of Finance. Auch Lendlease wurde direkt informiert. Damit wird der Fall neben dem parlamentarischen auch berufsrechtlich und aufsichtsseitig aufgearbeitet.
Für den Bundesstaat Victoria hat KPMG darüber hinaus eine förmliche Verpflichtungserklärung abgegeben. Sie sieht vor, dass bis zur Veröffentlichung des schriftlichen Untersuchungsberichts keine neuen Landesaufträge angenommen werden, laufende Ausschreibungen abgebrochen werden und Personal, das in den Datenvorfall involviert war, künftig nicht mehr bei Regierungsmandaten des Bundesstaates eingesetzt werden darf. Ausnahmen sind nur bei dringlichen oder einzigartigen Leistungen zulässig.




