Custom Surgical holt 3,5 Millionen für Augenmedizin-Digitalisierung

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March 2, 2026
02.03.2026
3 Minuten Lesezeit

Das Münchner MedTech-Startup schließt Pre-Series-A unter Führung von Ventech ab. ZEISS Ventures und weitere Investoren beteiligen sich. Die Plattform MicroREC Connect vernetzt ophthalmologische Geräte in Praxen und Kliniken.

Ventech aus BayStartUP-Netzwerk führt Pre-Series-A an

Das Münchner MedTech-Startup Custom Surgical hat erfolgreich 3,5 Millionen Euro in einer Pre-Series-A-Finanzierungsrunde eingesammelt. Angeführt wurde die Runde vom europäischen Investor Ventech aus dem BayStartUP-Investorennetzwerk, beteiligt ist außerdem ZEISS Ventures sowie weitere bestehende und neue Investoren. Millionen Menschen sind regelmäßig in augenärztlicher Behandlung, doch die Digitalisierung der Augenheilkunde steckt vielerorts noch in den Anfängen. Trotz moderner Geräte laufen im Hintergrund noch immer viele Prozesse analog ab. Bilder werden zwar aufgenommen, aber oft nicht strukturiert gespeichert oder systematisch ausgewertet. Daten aus unterschiedlichen Geräten sind schwer miteinander verknüpfbar.

MicroREC Connect vernetzt bestehende Untersuchungsgeräte digital

Custom Surgical setzt genau hier an. Das Unternehmen entwickelt Lösungen, mit denen vorhandene Untersuchungsgeräte, etwa Spaltlampen oder Operationsmikroskope, digital nachgerüstet werden können. Kliniken und Praxen müssen also keine komplett neuen Geräte kaufen. Im Mittelpunkt steht die digitale Plattform MicroREC Connect, eine Vernetzungslösung für ophthalmologische Geräte in Praxen und Kliniken. Sie sorgt dafür, dass Bilder und Videos sicher gespeichert, strukturiert abgelegt und später leicht wiedergefunden werden können. So entsteht Schritt für Schritt eine digitale Grundlage für moderne Augenmedizin. Statt nur Daten zu sammeln, verbindet die Plattform Untersuchungen, Behandlungen und Nachsorge.

Internationale Expansion in Europa und USA geplant

Custom Surgical geht bewusst in Etappen vor. Zuerst werden bestehende Abläufe digitalisiert und vereinheitlicht. Erst wenn eine saubere Datenbasis vorhanden ist, werden KI-Funktionen ergänzt. Künftig sollen Ärzte zum Beispiel dabei unterstützt werden, bessere Bildqualität zu erreichen, Auffälligkeiten schneller zu erkennen und Behandlungsabläufe effizienter zu gestalten. Wichtig dabei: Die medizinische Entscheidung bleibt immer beim Fachpersonal. Mit dem frischen Kapital will Custom Surgical den Vertrieb in Europa und den USA ausbauen, neue Mitarbeitende einstellen, die Entwicklung von KI-Funktionen vorantreiben und den Standort München stärken. Die Nachfrage nach moderner Augenversorgung wächst weltweit. Digitale Lösungen werden dabei eine zentrale Rolle spielen.