LSE-Studie: Remote Work braucht Investitionen für Erfolg

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March 24, 2026
03.04.2026
2 Minuten Lesezeit

Die Befragung von 801 britischen Unternehmen zeigt: Firmen, die in Training und formale Management-Praktiken investieren, berichten doppelt so häufig von positiven Produktivitätseffekten wie Unternehmen ohne diese Investitionen.

Remote Work bleibt etabliert

Britische Unternehmen, die in Training ihrer Mitarbeitenden und formale Management-Praktiken zur Unterstützung von Remote Work investieren – etwa strukturierte Check-ins und virtuelle Team-Building-Übungen – sehen signifikant stärkere Produktivitätsergebnisse als Unternehmen, die nicht in diese Bereiche investieren. Das dokumentiert ein neuer Report der London School of Economics and Political Science. Der Bericht "Remote work and firm productivity: Which UK firms benefit and why", der mit Unterstützung von CBI Economics erstellt wurde, basiert auf einer Befragung von 801 britischen Unternehmen. Die Umfrage zeigt, dass die meisten britischen Firmen ihre Nutzung von Remote- und Hybrid-Arbeit seit der Pandemie beibehalten oder ausgeweitet haben. Von den 801 befragten Unternehmen hatten 707 Remote- oder Hybrid-Arbeit zu irgendeinem Zeitpunkt vor, während oder nach der Pandemie eingeführt. Unter den Firmen, die Remote Work eingeführt haben, haben rund die Hälfte ihre Nutzung entweder erhöht (30 Prozent) oder beibehalten (22 Prozent).

Training verdoppelt positive Effekte

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass Investitionen in Remote Work stark mit Produktivitätsauswirkungen verknüpft sind. Firmen, die regelmäßig in die Schulung ihrer Mitarbeitenden investieren, um besser mit digitalen Technologien und hybriden Arbeitsarrangements umzugehen, berichten mehr als doppelt so häufig von positiven Produktivitätseffekten wie jene, die nicht investieren. Beispielsweise berichten 42 Prozent der Firmen, die systematisches Training anbieten, von positiven Effekten, verglichen mit nur 20 Prozent bei Firmen ohne solche Investitionen. Zusätzlich berichten Firmen, die mindestens eine formale Management-Praktik zur Steuerung von Remote-Mitarbeitenden eingeführt haben – wie strukturierte Check-ins, Performance-Monitoring, angepasste KPIs, Performance-Dashboards oder auf virtuelle Settings angepasste Team-Building-Aktivitäten – von positiveren Ergebnissen. 32 Prozent der Firmen mit Management-Praktiken berichten von Produktivitätsgewinnen aus Remote Work, gegenüber 20 Prozent bei Firmen ohne diese.

Frühe Einführung zeigt bessere Resultate

Frühere Erfahrung mit Remote Work spielt ebenfalls eine Rolle. Firmen, die Remote Work vor 2020 einführten, zeigen sowohl den höchsten Anteil positiver Auswirkungen (42 Prozent) als auch den niedrigsten Anteil negativer Auswirkungen (21 Prozent). Im Gegensatz dazu berichten Firmen, die Remote Work 2022 oder später einführten, von doppelt so vielen negativen Effekten (42 Prozent) und sehr begrenzten positiven Effekten (7 Prozent). Die Autoren merken an, dass Investitionen und frühe Einführung zentrale organisatorische Erfolgsfaktoren sind, um Remote Work effektiv zu gestalten – Fähigkeiten, die Firmen im Laufe der Zeit aufbauen und entwickeln können. Professor Riccardo Crescenzi von der LSE kommentierte: "Remote- und Hybrid-Arbeit kann echte Vorteile liefern, aber unsere Erkenntnisse zeigen, dass positive Produktivitätseffekte keineswegs automatisch sind und nicht gleichmäßig über Firmen und Orte verteilt sind."

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