Die Beratungsgesellschaft soll das Facility-Management-System im SAP-Umfeld vermarkten. Mittelstand und öffentlicher Sektor stehen im Fokus.
SAP ordnet seine Prioritäten neu. Der Konzern rückt Finanzsoftware und Plattformtechnik in den Vordergrund, das operative Immobiliengeschäft verliert an Aufmerksamkeit. Für spezialisierte Anbieter wie Planon öffnet sich damit ein Fenster. Das niederländische Unternehmen hat nun Rödl als Vertriebspartner für den deutschsprachigen Raum gewonnen. Gemeinsam wollen beide Häuser das Integrated Workplace Management System an Kunden bringen, die ihre SAP-Landschaft um Facility-Management-Funktionen erweitern möchten.
Die Beratungsgesellschaft bringt Türöffner mit. Über 6.000 Mitarbeitende in 50 Ländern, enge Kontakte zu Kommunen, Versorgern und Gesundheitseinrichtungen. Bernd Auer von Planon erklärt die Logik: „Mit RÖDL haben wir einen Partner gewonnen, der tiefes SAP-Knowhow mitbringt und gleichzeitig eine starke Marktpräsenz in zwei für uns wichtigen Wachstumsmärkten besitzt."
Betreiber von Gebäuden stehen unter Beobachtung. Wartungsnachweise, Prüfprotokolle, ESG-Dokumentation: Die Anforderungen stapeln sich. Jens Hinkelmann von Rödl beschreibt den Handlungszwang: „Themen wie Betreiberverantwortung, ESG-Reporting und steigende Anforderungen von Versicherern führen derzeit dazu, dass viele Unternehmen ihre Facility Management-Prozesse neu strukturieren." Die Planon-Plattform soll helfen, diese Pflichten digital abzubilden und nahtlos in bestehende SAP-Systeme einzubetten.
Rödl will Kunden nicht nur Software verkaufen, sondern den gesamten Prozess begleiten: Beratung, Lizenzierung, Einführung, laufender Betrieb. Für die Beratungsgesellschaft ist die Partnerschaft ein Baustein, um das eigene Angebot im Immobilienbereich zu verbreitern.




