Norman Röchert bringt fast zwanzig Jahre Erfahrung im Technologiesektor mit. Er soll das M&A-Geschäft der US-Kanzlei in Deutschland stärken.
Norman Röchert packt seine Akten. Der Anwalt kehrt Taylor Wessing den Rücken, wo er zuletzt gemeinsam mit einem Kollegen die internationale Sektorgruppe für Technologie, Medien und Kommunikation steuerte. Seit Anfang April gehört er zu White & Case und arbeitet dort in der globalen M&A-Praxis sowie im Technologiebereich. Ein langer Abschnitt seiner Karriere endet, ein neuer beginnt. Der Wechsel markiert einen der prominenteren Personalzugänge auf dem deutschen Kanzleimarkt in diesem Frühjahr.
Röcherts Mandantenliste liest sich wie ein Querschnitt der Zukunftsbranchen. Er begleitet Wachstumsfonds und Finanzinvestoren bei Deals, berät Gründer und etablierte Unternehmen. Ob KI-Startups, Verteidigungstechnik oder grüne Technologien: Röchert bewegt sich dort, wo Kapital auf Innovation trifft. Börsengänge, Beteiligungsrunden und Übernahmen gehören zu seinem Alltag. Dan Turgel, der bei White & Case den Technologiebereich mitverantwortet, sieht im Neuzugang eine Antwort auf wachsende Nachfrage. Mandanten suchten verstärkt nach Beratung an der Schnittstelle von Technik und Transaktionen.
White & Case sammelt Köpfe. Im Februar kam Marco Buschmann, bis vor Kurzem noch Bundesjustizminister, als Counsel nach Berlin. Nun folgt Röchert. Rund 300 Berufsträger arbeiten für die US-Kanzlei an vier deutschen Standorten. Mit den jüngsten Zugängen signalisiert das Haus Expansionswillen, gerade in den Bereichen Technologie und Transaktionen. Für Taylor Wessing bedeutet der Abgang einen Verlust an der Spitze einer strategisch wichtigen Praxisgruppe.




