Mercedes-Benz sieht strategisches Potenzial im Verteidigungs- und Sicherheitsbereich und kündigt eine aktivere Rolle an. Aktuell entfällt weniger als ein Prozent des Gesamtabsatzes auf Rüstungsfahrzeuge.
Produktionsvorstand Michael Schiebe bestätigte, dass Mercedes-Benz den Anteil von Fahrzeugen und Fahrgestellen für Sicherheits-, Rettungs- und Verteidigungszwecke als strategisches Entwicklungsfeld betrachte. Aktuell liegt dieser Anteil noch unter einem Prozent des Gesamtabsatzes. Mercedes-Benz produziert seit über 45 Jahren entsprechende Fahrzeuge. Bekanntestes Beispiel ist die G-Klasse unter dem Bundeswehr-Namen Wolf, die in mehr als 50 Varianten existiert; auch der Sprinter dient als Plattform für verschiedene Verteidigungs- und Zivilschutzvarianten.
Bereits am Mittwoch hatte Mercedes-Benz am Rande der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung in Berlin eine Absichtserklärung mit dem Drohnen-Start-up Tytan Technologies unterzeichnet. Im Mittelpunkt steht ein Drohnenabwehrsystem, für das Mercedes die Trägerfahrzeuge beisteuern soll. CEO Ola Källenius hatte sich zuletzt gegenüber dem Wall Street Journal offen für einen Ausbau des Rüstungsgeschäfts gezeigt, betonte dabei jedoch die wirtschaftliche Notwendigkeit: „Die Welt ist unberechenbarer geworden. Sollten wir eine positive Rolle spielen können, wären wir dazu bereit."




