Die Oldenburgische Landesbank soll bis 2029 in der Targobank aufgehen. Die neue französische Eigentümerin Crédit Mutuel Alliance Fédérale hat die strategische Richtung vorgegeben.
Knappes halbes Jahr nach dem Vollzug der Übernahme durch die französische Bankengruppe Crédit Mutuel Alliance Fédérale zeichnet sich das Ende der Oldenburgischen Landesbank als eigenständige Marke und rechtliche Einheit ab. Bis zum 1. Januar 2029 soll eine juristische Einheit angestrebt werden, bei der die Targobank zur gemeinsamen nationalen Marke wird. Die bisherige Konstruktion mit Targobank und OLB als Schwestergesellschaften unter dem Holdingdach der Targo Deutschland in Düsseldorf würde damit aufgelöst. Die OLB betont, das Erbe der Marke solle schrittweise unter einer nationalen Marke weitergeführt werden. Das Private-Banking-Geschäft soll unter der Marke Bankhaus Neelmeyer, das Corporate Banking unter der Bezeichnung OLB by Targobank weitergeführt werden.
Mit der vollständigen Integration käme Targo Deutschland auf eine Bilanzsumme von rund 80 Milliarden Euro und positionierte sich unter den zehn größten privaten Banken in Deutschland. Die neuen Eigentümer betonen die strategische Ergänzung: Während die Targobank im Retailbanking, Autokredit und Factoring stark ist, bringt die OLB Expertise in strukturierten Finanzierungen, Spezialkrediten und Private Banking mit. Offen bleibt, welche Konsequenzen die Integration für das bundesweite Filialnetz mit 80 Standorten und die rund 1.700 Beschäftigten haben wird.




