Oracle holt Schneider-Electric-CFO während massiver KI-Offensive

blog main image
April 8, 2026
08.04.2026
2 Minuten Lesezeit

Hilary Maxson wird mit sofortiger Wirkung neue Finanzchefin und soll die gewaltigen Investitionen in KI-Infrastruktur steuern. Die 48-Jährige kommt von Schneider Electric. Der freie Cashflow rutschte 2025 ins Minus.

Sofortiger Wechsel von Schneider Electric

Oracle bekommt eine neue Finanzchefin. Hilary Maxson wechselt mit sofortiger Wirkung vom französischen Industriekonzern Schneider Electric, wo sie als Group CFO tätig war, nach Kalifornien. Die 48-Jährige übernimmt eine Position, die faktisch seit 2014 vakant war, als Safra Catz die Rollen des Co-CEO und Principal Financial Officer in Personalunion übernahm. Der Zeitpunkt der Ernennung ist brisant: Investoren beobachten mit wachsender Skepsis, wie Tech-Konzerne Milliardensummen in KI-Infrastruktur investieren.

50 Milliarden Investitionen, Cashflow im Minus

Die Zahlen illustrieren die Herausforderung. Oracle plant für das im Mai endende Geschäftsjahr Investitionsausgaben von 50 Milliarden Dollar, mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr. Der freie Cashflow kippte 2025 auf minus 394 Millionen Dollar, nachdem er in den drei Jahren zuvor kumuliert noch bei plus 25,3 Milliarden Dollar gelegen hatte. Im Februar kündigte der Konzern an, bis zu 50 Milliarden Dollar durch Anleiheemissionen und Aktienverkauf aufnehmen zu wollen. Die Börse reagiert nervös: Seit Jahresbeginn verlor die Aktie rund ein Viertel ihres Werts. Maxson berichtet direkt an Co-CEO Clay Magouyrk.

Transformation bei Schneider vorangetrieben

Maxson bringt Transformationserfahrung mit. Bei Schneider Electric, wo sie seit 2017 arbeitete, wandelte sich das Unternehmen von einem klassischen Elektroausrüster zu einem digitalen Partner für Energietechnologie, der auf Software, Daten und KI setzt. Zuvor verbrachte sie zwölf Jahre beim Energiekonzern AES Corp in verschiedenen Finanz-, Strategie- und M&A-Rollen. Ihr Gehaltspaket umfasst 950.000 Dollar Grundgehalt plus einen leistungsbezogenen Bonus mit Zielwert von 2,5 Millionen Dollar. Emarketer-Analyst Jacob Bourne kommentiert, die Rückkehr zu einer klassischen CFO-Rolle bringe Oracle in stärkeren Einklang mit den Strukturen der Branchenkonkurrenten.