Markus Habbel wechselt von Bain & Company zum Schweizer Börsenbetreiber und startet am 1. Juni. Er löst Daniel Schmucki ab, der nach neun Jahren ausscheidet. Six kämpft mit massiven Abschreibungen auf die Worldline-Beteiligung.
Der Schweizer Börsenbetreiber Six hat die Nachfolge für seinen langjährigen CFO geklärt. Markus Habbel tritt am 1. Juni in die Konzernleitung ein und übernimmt die Finanzen von Daniel Schmucki, der nach neun Jahren Ende Juli das Unternehmen verlässt. Habbel arbeitet derzeit als Senior Partner bei der Unternehmensberatung Bain & Company, wo er seit März 2021 global die Bereiche Wealth & Asset Management und Financial Services Market Infrastructure leitet. In dieser Funktion beriet er europäische Finanzmarktinfrastrukturen und Vermögensverwalter in Fragen der Strategie, technologischen Transformation und M&A.
Bevor Habbel zu Bain wechselte, verbrachte er acht Jahre bei der UBS in Zürich, wo er als CFO der UBS Group EMEA und des Global Wealth Management tätig war. Im Dezember 2020 verließ er die Bank. Während seiner Zeit dort war er maßgeblich am Aufbau des Post-Brexit-Hubs in Frankfurt beteiligt. Frühere Karrierestationen umfassen McKinsey & Company, wo er als Partner den Bereich Corporate Finance leitete, sowie die Investmentbank Morgan Stanley. Six-CEO Bjørn Sibbern zeigt sich zuversichtlich: „Seine umfassende Expertise in den Bereichen Finanzen, Strategie und Transformation wird entscheidend dazu beitragen, dass wir unsere Wachstumsziele weiter umsetzen können.“
Der Amtsantritt erfolgt in schwieriger Zeit. Six kämpft seit drei Jahren mit wiederkehrenden Wertberichtigungen in Millionenhöhe. Der jüngste Schlag traf die Beteiligung am französischen Zahlungsdienstleister Worldline: 560,9 Millionen Schweizer Franken mussten abgeschrieben werden. Trotz eines Rekord-Betriebsergebnisses rutschte das Konzernergebnis 2025 mit 313,7 Millionen Franken tief ins Minus. Six verzichtet auf eine Teilnahme an der angekündigten Kapitalerhöhung von Worldline, wodurch die bisherige 10,5-Prozent-Beteiligung auf rund 1,3 Prozent verwässert wird. Medienberichte spekulieren über mögliche Verkäufe einzelner Geschäftsbereiche.




