Oracles Cloud-Infrastrukturumsätze wachsen im vierten Quartal um 93 Prozent. Trotzdem bricht die Aktie um elf Prozent ein: Investoren zweifeln an der Profitabilität der massiven KI-Ausgaben.
Oracle erzielte im vierten Quartal einen Cloud-Infrastrukturumsatz von 5,8 Milliarden Dollar, ein Wachstum von 93 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Zusammen mit Software-Abonnements legte der kombinierte Umsatz um 48 Prozent auf 9,9 Milliarden Dollar zu, leicht unter den Analystenerwartungen. Im vergangenen Geschäftsjahr (Ende Mai) gab Oracle 55,7 Milliarden Dollar für Investitionen aus, vorwiegend für KI-Infrastruktur, und übertraf damit die eigenen Planungen von 50 Milliarden Dollar deutlich. Trotz der starken operativen Zahlen brach die Aktie nach dem US-Handelsstart um elf Prozent auf 178,34 Dollar ein und fiel damit so stark wie seit Dezember nicht mehr.
Analysten des Dienstes Vital Knowledge bescheinigten Oracle ein solides Quartalsergebnis, wiesen jedoch darauf hin, dass dem Unternehmen noch hohe Kapitalabflüsse bevorstünden, um die Kapazitäten für den wachsenden Auftragsbestand aufzubauen. Das werde mehr Schulden und Eigenkapital erfordern. Für das laufende erste Quartal erwartet Oracle ein Umsatzwachstum von 27 bis 29 Prozent. Der Jahresumsatz soll wie bereits angekündigt 90 Milliarden Dollar erreichen. Auch andere Branchenwerte gerieten im Sog des Kurssturzes unter Druck.




