Der Zürcher Asset Manager Stableton Financial hat im August die Schwelle von einer Milliarde Dollar verwaltetem Vermögen überschritten. Nach sieben Jahren für die ersten 500 Millionen Dollar reichten für die zweiten nur zehn Monate.
Gegründet 2018, brauchte das Unternehmen bis 2025, um die Hälfte der heutigen Summe einzusammeln. Die zweite Tranche folgte in weniger als einem Jahr, wie die Mitteilung vom Montag zeigt. Stableton investiert als Private-Equity-Haus in sogenannte Blue-Chip-Tech-Unternehmen und bietet systematische, passive Anlagen in die wertvollsten Unicorns der Welt an. Das Flaggschiffprodukt, der Stableton Morningstar PitchBook Unicorn 20, wurde 2023 in der Schweiz lanciert und soll nun über einen luxemburgischen Fonds auch in den USA vertrieben werden. Bisher hat das Unternehmen mehr als 185 Transaktionen abgeschlossen.
Der Fokus auf private Technologiewerte ist kein Zufall: Ein Grossteil der Wertschöpfung im Tech-Sektor entsteht heute vor dem Börsengang. Ein typisches Technologieunternehmen ging 2025 nach zwölf Jahren seit der Gründung den Gang an die Börse, 1999 waren es nur vier Jahre. Die Mitgründer Andreas Bezner und Konstantin Heiermann sehen in dem Meilenstein eine Bestätigung ihres Ansatzes. Bezner erklärte, die ersten Jahre seien schwierig gewesen, weil Anleger systematische Engagements in privaten Tech-Firmen nicht kannten. Heiermann ergänzte, man habe das Unternehmen gegründet, um die vier Kernprobleme hohe Gebühren, intransparente Preise, geringe Liquidität und Komplexität zu lösen.




