Private Credit zieht sich aus Software-Buyouts zurück

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June 18, 2026
19.06.2026
2 Minuten Lesezeit

Große Private-Credit-Kreditgeber haben sich angesichts von KI-Risiken für das Software-Segment spürbar aus der Finanzierung von Software-Buyouts zurückgezogen, was Kreditkosten treibt und PE-Häuser unter Druck setzt.

Volumen halbiert, Spreads steigen deutlich

US-Software-Buyouts erreichten in den ersten fünf Monaten 2026 nur rund 17 Milliarden US-Dollar, etwa halb so viel wie im Vorjahreszeitraum und nur 17 Prozent des Rekordwerts von 99,2 Milliarden US-Dollar aus dem gleichen Zeitraum 2022. Kreditgeber wie Blue Owl, Blackstone, Apollo und BlackRocks HPS haben neue Software-Kreditvergaben spürbar eingeschränkt; Kreditkosten auf beste Software-Deals stiegen von 400 bis 450 Basispunkten auf 550 bis 650 Basispunkte über dem Referenzzinssatz, in manchen Fällen sogar auf 800 Basispunkte. Der Schuldenanteil am Kaufpreis bei Buyout-Deals sank von üblichen 60 Prozent auf 40 bis 45 Prozent.

Neue Finanzierungsstrukturen entstehen

PE-Häuser, die Software-Deals abschließen wollen, kombinieren zunehmend Eigenkapital des Käufers, Reinvestition des Verkäufers und bevorzugtes Eigenkapital von LPs, um die Finanzierungslücke zu schließen. Growth-Equity-Deals ohne Fremdkapitalkomponente verzeichnen dagegen einen Anstieg von rund 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Lender, die aktiv geblieben sind, darunter Barings und Hercules Capital, werden selektiver und verlangen zunehmend EBITDA-Positivität als Grundvoraussetzung, was unprofitable SaaS-Unternehmen strukturell aus dem Markt ausschließt.

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