Private-Equity-Häuser und ausländische Investoren sorgen 2026 für eine beispiellose Übernahmewelle an der australischen Börse. Vom Stahlkonzern BlueScope bis zum Versicherungsmakler Steadfast reicht die Liste der Zielunternehmen, auch wenn längst nicht jedes Gebot zum Abschluss kommt.
Kein Jahr hat australischen Unternehmen bislang so viele Übernahmeangebote von Private-Equity-Häusern und internationalen Investoren gebracht wie 2026, auch wenn nur wenige Offerten zum Abschluss kommen. Den größten Betrag bot eine Gruppe um Kerry Stokes' SGH und Steel Dynamics für den Stahlhersteller BlueScope Steel: 13,15 Milliarden australische Dollar. Der Konzern lehnte das Gebot im Februar als zu niedrig ab, hält sich aber weitere Gespräche offen. Beim Entsorger Cleanaway bot EQT Infrastructure im August 9,4 Milliarden australische Dollar und erhielt exklusiven Zugang zur Due Diligence. Der Versicherungsvermittler Steadfast nahm Ende August ein von KKR unterstütztes Gebot über 7,7 Milliarden australische Dollar an.
Nicht jedes Interesse führte zum Erfolg. Vermögensverwalter Perpetual lehnte 2,55 Milliarden australische Dollar von EQT AB ab, räumte den Schweden aber begrenzten Einblick für ein mögliches Nachbesserungsangebot ein. Beim Sanitärzulieferer Reliance Worldwide stimmte das Management dagegen einer rund 2,9 Milliarden US-Dollar schweren Übernahme durch Brookfield zu. Auch Versicherer Suncorp gilt laut Berichten als bevorzugtes Ziel des japanischen Konzerns Tokio Marine, eine Einigung steht aber noch aus.




