Die Schweizer Pensionskasse Publica bereitet ihren Einstieg in Direct Lending vor. Bis zu 1,1 Milliarden US Dollar sollen in europäische und US amerikanische Mid Market Strategien fließen und die Renditebasis verbreitern.
Publica, der Pensionsfonds des Schweizer Bundes, verwaltet 44,9 Milliarden Schweizer Franken, umgerechnet 57,2 Milliarden US Dollar, für Beschäftigte des öffentlichen Sektors. Nach Informationen von Bloomberg hat der Fonds Asset Manager zur Bewerbung für zwei Direct Lending Mandate eingeladen. Das Europa Mandat soll bis zu 500 Millionen Euro umfassen, das US Mandat bis zu 550 Millionen US Dollar. Damit würde Publica erstmals in diese Asset Class einsteigen und rund 3 Prozent der strategischen Allokation auf Mid Market Direct Lending ausrichten.
Ziel ist eine höhere Portfoliorendite, ohne die Abhängigkeit von Public Equities weiter zu erhöhen. Für die Private Credit Branche ist das Signal wichtig, weil US fokussierte Fonds zuletzt stärker auf Bewertungsdisziplin und Risikoselektion geprüft wurden. Publica zeigt dennoch, dass Pension Allocators Direct Lending weiterhin als strukturell attraktive Quelle langfristiger Erträge sehen. Die Vorschläge mussten bis Mitte Mai eingereicht werden. Die Due Diligence soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 laufen, der Mandatsstart ist für das erste Halbjahr 2027 geplant.
Der Schritt passt zum Renditedruck im Schweizer Vorsorgesektor. Berufliche Vorsorgeeinrichtungen verwalteten Ende 2024 mehr als 1,2 Billionen Schweizer Franken, Alternatives machten jedoch nur 6,9 Prozent der Assets aus. Damit bleibt Abstand zur regulatorischen Obergrenze von 15 Prozent. Für Private Market Manager entsteht Spielraum, die europäische Limited Partner Basis auszubauen.




